Pfarrcaritas St. Anna geht es passabel
Bild: Tschackert
Übergabe: (hinten v. l.) Inge Heitjohan, Helga Eckert, Elisabeth Kammertöns, Elisabeth Reineke, Anita Stuckmann bilden den neuformierten Vorstand der Caritas-Konferenz in Verl. Susanne Pelkmann (vorn links) und Marietheres Kettelhoit scheiden nach zwölf und 19 Jahren Vorstandstätigkeit aus.
Bild: Tschackert

 „Wenn ich mich so umschaue, stehen wir wirklich gut da.“ In vielen anderen Gemeinden hat die Caritas-Konferenz, so der sperrige Begriff für den ehrenamtlichen Bereich im Caritas-Verband, schon aufgeben müssen. In Verl ist man davon weit entfernt. Im Gegenteil: Bei der Caritas St. Anna ist eine Menge los. Das wird allerdings nicht so direkt wahrgenommen. „Der Warenkorb ist bekannt, der Second-Hand-Shop läuft besser denn je. Aber dass wir ein Büro unterhalten, was außergewöhnlich ist, und dass wir beim Sprachcafé dabei sind, geht oft unter“, bedauert die Vorsitzende und zählt noch viele weitere Angebote auf.

Schwerpunkt der Caritas-Konferenz, die es annähernd seit 100 Jahre in Verl gibt, ist die soziale Betreuung von Kranken und Senioren. 18 Helferinnen gehören dem so wertvollen Krankenhausbesuchsdienst an. Drei Helferinnen besuchen einmal pro Woche Bewohner des St.-Anna-Hauses. 290-mal gratulierten Caritas-Frauen Geburtstagskindern, wenn diese 80, 85 oder 90 geworden sind. „Ab 90 kommen wir dann jährlich“, sagt Eckert. 65-mal standen Kondolenzbesuche an. 90 Mitglieder ziehen einmal im Jahr für die Caritas-Haussammlung los, die nach wie vor einträglich, aber nicht mehr so finanziell erfolgreich wie in den vergangenen Jahren ist. Es kommt Geld zusammen, mit dem zum Beispiel Familien in finanzieller Not geholfen wird.

 Die Caritas-Konferenz St. Anna besucht nicht nur Senioren, sondern bietet auch zahlreiche Aktivitäten an. Ausflüge, Stuhlgymnastik im Pfarrzentrum, einen Männerstammtisch gibt es ebenso wie den Ribbelclub, wo sich 20 Frauen zum Stricken, Ribbeln und Klönen treffen. Aber selbstverständlich hat, wie fast alle Vereine, auch die Caritas-Konferenz St. Anna Nachwuchsprobleme. „Schlecht“ sehe es da aus. „Natürlich bröckeln auch bei uns die Mitgliederzahlen und es werden von Jahr zu Jahr immer weniger. Aber mit 154 Mitgliedern stehen wir verhältnismäßig gut da“, bilanziert Helga Eckert.

Ebenfalls keine Selbstverständlichkeit bei einem immer stärker wirkenden demographischen Faktor ist es, Vorstandsposten neu zu besetzen. Nach 19 Jahren hat sich jetzt die ehemalige Vorsitzende Marietheres Kettelhoit endgültig aus der Gremienarbeit zurückgezogen und ihren Beisitzerposten zur Verfügung gestellt, ebenso wie Susanne Pelkmann nach 12 Jahren Vorstandsarbeit. Für sie rücken Inge Heitjohann und Anita Stuckmann nach.

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