Pflaster bleibt unter Beobachtung
Bild: Steinecke
Im Januar war der Bereich an der Gütersloher Straße noch komplett grün. Mittlerweile sieht es dort besser aus.
Bild: Steinecke

Am Mittwoch haben sich Verwaltungsmitarbeiter, Planer vom Büro Club L 94 aus Köln sowie Experten vom Hersteller, dem Betonwerk Lintel, im Rathaus zusammengesetzt. Das Ergebnis: Ein Jahr lang soll die Situation nun beobachtet werden, wie Bürgermeister Michael Esken auf Anfrage der „Glocke“ mitteilte. „Wir haben verschiedene Fragestellungen erörtert“, sagte Esken.

Nicht geklärt ist beispielsweise, ob der Hersteller der Plastersteine darauf hingewiesen hat, dass sich die Steine grün verfärben könnten. Lintel erklärte in einem Brief an die Stadt im Januar genau das. „In diversen Vorgesprächen wurde von unserer Seite gegenüber dem Planungsbüro mehrfach genau auf diesen Umstand hingewiesen“, heißt es in einem Schreiben, das die Stadt den Fraktionen im Rat zur Verfügung gestellt hat. Auch sei auf die Möglichkeit, einen speziellen Titan-Dioxyd-Katalysator in der Betonstein-Oberfläche einzusetzen, hingewiesen worden, um das Problem der organischen Verschmutzung dieser Flächen zumindest deutlich zu reduzieren. Der Vorschlag habe aber keine Beachtung gefunden, schreibt Lintel.

War bei den Planern und bei der Stadt schon vorher bekannt, dass es Schwierigkeiten geben könnte? „Diese Frage wird noch von Bedeutung sein“, sagte Esken. Nämlich dann, wenn in einem Jahr festgestellt werden sollte, dass sich die Situation nicht grundlegend gebessert hat. „Wir haben graues Pflaster bestellt“, macht der Bürgermeister deutlich. Und eben nicht grünes, wie es vor allem im Bereich zwischen Netto-Markt und Sperberweg entlang der Gütersloher Straße zu sehen war. Mittlerweile hat sich die Situation deutlich gebessert.

Nur soll es nicht zur Dauerlösung werden, dass Teile des Gehwegs sich monatelang grün verfärben. „Wir haben uns gefragt, woran es gelegen hat“, berichtet Michael Esken aus der Gesprächsrunde vom vergangenen Mittwoch. Denn nicht überall waren die Steine grün. Das eine Jahr im Regelbetrieb soll nun Klarheit bringen. Erst dann wird entschieden, ob die Stadt beim Hersteller oder bei den Planern auf die Gewährleistung pocht.

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