Planer geben Verl ein neues Gesicht
Bild: von Stockum
Fasziniert von den Vorschlägen: Stadtplaner Hartmut Welters (links) und Bürgermeister Paul Hermreck (Mitte) bei der Auszeichnung der überzeugendsten Architekten im Rathaus.
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Verl dorthin zu bringen, das ist eine der Herausforderungen für die Teilnehmer am Architektenwettbewerb zur Umgestaltung des Zentrums gewesen. Am Freitag hat Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) die Preisträger ausgezeichnet. Sie waren in der vergangenen Woche von der Jury bekanntgegeben worden („Die Glocke“ berichtete). In den Teams sind mitunter alte Bekannte: Architekten, die sich bereits in Verl einen Namen gemacht haben – sei es durch den Bau des Rat- oder des Feuerwehrgerätehauses.

Annähernd zwölf Stunden hat sich die Jury – darunter Ratsmitglieder, Experten und andere – mit den 22 eingereichten Arbeiten auf mehr als 100 laufenden Metern Papier beschäftigt. Am Ende waren es vier, die besonders hervorstachen und die das Preisgericht für auszeichnungswürdig erachtete.

Der Wettbewerb, das machte Hermreck gestern sehr deutlich, sei für die Stadt von elementarer Bedeutung. Lange sei der Ort vom fließenden Verkehr durchtrennt gewesen. Die Nord-Ost-Umgehung habe bis zu einem gewissen Grad zur Entlastung beigetragen. Eine gute Gelegenheit also, der Stadt ein neues Gesicht und eine neue Struktur zu geben.

In verschiedenen Werkstattgesprächen unter Beteiligung der Bürger hat sich herauskristallisiert, dass vor allem die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden soll. Zentrale Rollen spielen dabei die Bürm’sche Wiese und der Marktplatz sowie das historische Zentrum. Insbesondere dort sollen Menschen verweilen und sich entspannen. Auch wenn man sich zunächst darauf konzentriert, soll das nicht heißen, dass Bereiche wie der Bühlbusch und die Ortseingänge außer Acht gelassen werden.

Allerdings, und das ist immer betont worden, ist die Umsetzung der Elemente ein Projekt, das die Stadt wohl die nächsten 20 Jahre beschäftigen wird. Nicht ohne Grund hat die Kommune bereits vor geraumer Zeit damit begonnen, verschiedene Immobilien und Grundstücke zu erwerben. Das sichert ihr den Gestaltungsspielraum, der unbedingt nötig ist auf dem Weg zu einem attraktiven Ort. „Etwas Schönes kann immer noch schöner werden“, ist Hermreck optimistisch.

In den kommenden Tagen wird „Die Glocke“ die Arbeiten der Preisträger im Detail vorstellen.

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