Profiform in finanzieller Schieflage
Profiform steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

Der Jurist ist zum vorläufigen Verwalter im Insolvenzeröffnungsverfahren des Unternehmens ernannt worden. Man will aber alles daran setzen, die Firma zu retten. Ein entsprechender Antrag ist vor wenigen Tagen gestellt worden. Profiform beschäftigt derzeit 101 Mitarbeiter. Nachdem zwei Großkunden weggefallen sind, brach der Umsatz massiv ein. Ob man den 24 Jahre alten Betrieb aus der finanziellen Schieflage in eine stabile Position manövrieren kann, werden die kommenden Wochen zeigen.

 „Ich weiß noch nicht, wo der Zug hinfährt“, sagte Dr. Norbert Küpper der „Glocke“. „Bis Ende Oktober werden wir eine Lösung finden müssen.“ Bis dahin stünden Gespräche mit möglichen Investoren, aber auch mit Banken im Terminkalender. Entsprechende Genehmigungen vorausgesetzt, strebt man in Zusammenarbeit mit den Banken eine Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die Angestellten von Profiform an. Eigentlich wird das von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt – nur wollen die Verantwortlichen nicht allzu lange damit warten. Also soll, sofern es funktioniert, zunächst eine Bank in die Bresche springen, die sich das Geld später von der Behörde zurückholen wird.

 „Seit 1987 entwickeln wir innovative, hochwertige Qualitätsprodukte für unterschiedliche Anwendungsfelder“, schreibt Profiform mit Sitz an der Stahlstraße auf seiner Internetseite. 1987 von Arnold Deppe gegründet, wurde es 2004 an eine Gesellschaftergruppe verkauft. Die Umsätze (2005 lag der Umsatz bei 16 Millionen Euro) und Produktionszahlen stiegen in den folgenden Jahren kräftig an – bis zum vergangenen Juni. Dann seien plötzlich zwei Großkunden weggebrochen, die gut 30 Prozent der Umsätze in die Kassen des Verler Unternehmens spülten, weiß Dr. Norbert Küpper.

Geschäftsführer Frank Castrup war zu keiner Stellungnahme bereit.

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