Querungshilfe wird nicht gebaut
Bewohner des Louisenhofs hatten vorgeschlagen, vor der Einrichtung eine Querungshilfe zu bauen. Dafür sind dort aber zu wenige Fußgänger unterwegs, wie eine Zählung ergab.

Damit ist die Idee, eine Querungshilfe in Form eines Zebrastreifens anzulegen, vom Tisch. Stattdessen wird das Tempo auf 30 gedrosselt. Das geht aus einer Vorlage des Fachgremiums hervor, das am Donnerstag, 22. März, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt.

Wie berichtet, hatten Bewohner der Senioreneinrichtung des Vereins Daheim gefragt, ob eine Querungshilfe installiert werden könne. Schon im November hatte die Verwaltung eigentlich vorgeschlagen, dass dort nichts geschaffen wird. Entgegen des Beschlussvorschlags beauftragen die Lokalpolitiker jedoch die Stadt, eine Verkehrszählung durchführen zu lassen. Die wurde nach Angaben der Verwaltung auch Anfang Dezember durchgeführt – allerdings mit ernüchterndem Ergebnis. Demnach liegen die Querungszahlen weit unter den geforderten 50 Fußgängern in der Spitzenstunde.

Die Verwaltung hatte daraufhin den Landesbetrieb Straßen NRW Anfang Januar um eine Stellungnahme gebeten. Eine Antwort sei Ende Februar gekommen, heißt es in der Vorlage. Für eine Querungshilfe seien 50 Fußgänger in der Spitzenstunde bei gleichzeitig 200 bis 450 Fahrzeugen der untere Grenzwert. Sollten 450 bis 600 Autos und Lastwagen die Straße in dem Zeitraum befahren, sollte laut Richtlinien eine Ampel installiert werden, wie es in der Stellungnahme des Landesbetriebs heißt.

Beides spielt aber an der Paderborner Straße im Bereich der Hausnummern 31 bis 37 keine Rolle. Straßen NRW schreibt, dass es keine Notwendigkeit für einen Zebrastreifen gebe. „Für den Querungsverkehr wird durch die aller Voraussicht nach anstehende Anordnung von Tempo 30 im Nahbereich der sozialen Einrichtungen und eines zeitlich beschränkten Halteverbots von 7 bis 19 Uhr die Möglichkeit einer sicheren Überquerung der Straße deutlich erhöht“, heißt es in der Stellungnahme.

Die Stadtverwaltung erklärt in der Vorlage weiter, dass die verkehrsrechtliche Anordnung für Tempo 30 im Bereich des Louisenhofs vorliege. Entsprechende Schilder seien bestellt worden und sollen kurzfristig aufgestellt werden.

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