Radfahrer sind von Ampelanlage genervt
Bild: von Stockum
„Die Glocke“ hat nachgemessen: Im ungünstigsten Fall dauert es zwei Minuten, um die Straßenseite zu wechseln.
Bild: von Stockum

Irgendwie – so scheint es – ist die Ampelanlage dort nicht ganz komplett. SPD-Ratsherr Volker Manthei ist es gewesen, der während der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments nachhakte. Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) und sein Beigeordneter Franz Berenbrinker wussten sofort, worum es geht: „Wenn Sie Pech haben, stehen Sie da fünf Minuten“, so das subjektive Empfinden des Verwaltungschefs.

„Die Glocke“ hat am Mittwoch nachgemessen. Es sind „nur“ annähernd zwei Minuten, die Radfahrer einkalkulieren müssen, um eine Luftlinie von etwa sechs Metern zu überbrücken. Dennoch lange genug, den einen oder anderen dazu zu verleiten, ein unnötiges Risiko einzugehen. Wo liegt das Problem?

Wer mit dem Rad aus dem Ortszentrum kommt und nach Kaunitz möchte, ist auf der rechten Fahrbahnseite unterwegs. Will er an der Kreuzung mit der Umgehungsstraße auf den gegenüberliegenden Radweg, muss er zunächst die Ampel zum Passieren der Paderborner Straße, dann jene zur Überquerung der Umgehung und daraufhin die Lichtanlage zur Zufahrt zum Schmiedestrang bedienen. Dreimal drücken und im ungünstigsten Fall zwei Minuten Wartezeit um auf die andere Straßenseite zu kommen – das treibt manchen zur Weißglut.

Dabei hat die Verwaltung in Verl offenbar keinen direkten Einfluss auf die Situation. Auch haben die Verantwortlichen im Rathaus beim Landesbetrieb Straßen NRW bereits nachgehakt, warum mancher Radler mit der Kirche ums Dorf muss und man nicht eine weitere Ampel installiert hat. Mancher mag sich vielleicht animiert fühlen, die Lichtanlage komplett zu ignorieren und gegen die Regeln die Straße auf direktem Weg zu passieren.

Franz Berenbrinker, Bürgermeister Paul Hermreck und Sven Johanning vom Landesbetrieb Straßen versprachen, dass sie noch einmal recherchieren würden, warum die Situation so ist, wie sie ist. „Es hat schon einmal eine Anfrage eines Bürgers in diese Richtung gegeben“, erinnert sich der Beigeordnete am Donnerstag im Gespräch mit der „Glocke“. Ansonsten könne er nur empfehlen, vor der Kreuzung die Straßenseite zu wechseln und sich eine Rotphase zu sparen.

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