Schiedsmann mit Ehrennadel ausgezeichnet
Mehr als 1000 Fälle hat Schiedsmann Wolfgang Tischler aus Verl schon abgehandelt. Jetzt wurde er ausgezeichnet.

 So engagiert er sich über die Streitschlichtung hinaus zum Beispiel auch bei Vortragsveranstaltungen. Schlichten statt richten: Unter diesem Motto holt Wolfgang Tischler zum Beispiel in Fällen von Nachbarschaftsstreiten, Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch oder Bedrohung die Streitparteien an einen Tisch und versucht, in ruhiger Atmosphäre das Problem zu klären und einen für beide Seiten akzeptablen Vergleich herbeizuführen.

Wolfgang Tischler hält einmal im Monat eine Sprechstunde ab: an jedem ersten Donnerstag von 17 bis 18 Uhr in seinem Büro an der Paderborner Straße 2.
„In den 28 Jahren als Schiedsmann habe ich weit mehr als 1000 Fälle bearbeitet“, berichtet er. Seine Erfolgsquote liegt bei 90 bis 100 Prozent und führt damit zu einer erheblichen Entlastung der Justiz. „Vertragen ist besser als klagen“, wirbt der 74-Jährige, der auch Mediator ist, für die Inanspruchnahme des Schiedsamts. Denn hier sei ein Schlichtungsversuch schnell bearbeitet, kostengünstig und führe mit großer Wahrscheinlichkeit dazu, dass der Frieden von Dauer sei, da keine Partei gewinne oder verliere. Die rechtsuchenden Bürger haben lediglich die Verfahrens- und Sachkosten zu zahlen, die durchschnittlich bei 50 Euro liegen. Im günstigsten Fall können die Parteien einen Vergleich schließen und sich diese Kosten teilen. Die Schiedsleute sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und können einen auf 30 Jahre vollstreckbaren Titel erwirken.

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