Schulumbau: Aus 1,4 werden 2 Millionen
Der Umbau der Grundschule St. Georg wird immer teurer.

Immerhin herrscht schon einmal darüber Einigkeit, dass sich an den sanitären Anlagen etwas ändern muss. Bei der Frage nach dem Wie scheiden sich aber auch schon die Geister. Wie weit die Positionen auseinandergehen, zeigte sich während der jüngsten Sitzung des Schul-, Sport- und Kultur- sowie des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses.

Während die Verwaltung unter Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) davon ausgeht, dass es bei den gerade einmal sechs Jahre alten Sanitäranlagen ausreichen würde, eine weitreichende optische und akustische Sanierung inklusive einem kleinen Umbau vorzunehmen, geht das der Schule und der Mehrheit in der Kommunalpolitik nicht weit genug: Sie treten für eine vollständige Renovierung ein. Und während die kosmetische Maßnahme inklusive einem kleinen Umbau für immerhin 60 500 Euro zu haben ist, schlägt die Komplettsanierung mit insgesamt 113 400 Euro zu Buche. Ursprünglich waren lediglich 26 000 Euro vorgesehen.

 Dabei sind die Toiletten nicht die einzige Baustelle, die die Kosten in die Höhe treiben. So soll der Erweiterungsbau – da ist man sich einig – unterkellert werden. Platz finden sollen dort später Werk- und Lagerräume. Ebenfalls nicht in den ursprünglichen Plänen von Architekt Karsten Schlattmeier vorgesehen war eine Solaranlage auf dem Dach des Kindergartens. Mit Blick darauf ist die Verwaltung allerdings positiv gestimmt, Fördermittel für die Maßnahme abrufen zu können. Mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein dürfte das wohl nicht sein.

Und so kommt derzeit eine Kleinigkeit zur anderen: Auch von einem Kriechkeller, in dem die Ver- und Entsorgungsleitungen untergebracht werden sollen, war zu Zeiten des laufenden Wettbewerbs niemand ausgegangen. Alles in allem kostet das Projekt zum gegenwärtigen Zeitpunkt etwa 2 Millionen Euro. Als sich der Stadtrat für die Umsetzung des Schlattmeier-Entwurfs entschied – die Preisvergabe im Rahmen des Architektenwettbewerbs fand im vergangenen Sommer statt – war die Rede von geschätzten 1,4 Millionen Euro.

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