Schutzgebiet Sennebäche wird erweitert
Bild: Ackfeld
23 Hektar Gewässer mit Randstreifen sollen unter Schutz gestellt werden. Konkret geht es um die Wapel (Bild) und den Rodenbach zwischen dem Naturschutzgebiet Grasmeerwiesen und der Oststraße sowie um ein Areal in Schloß Holte-Stukenbrock.
Bild: Ackfeld

Am 21. Februar beschäftigt sich der Rat mit dem Thema in einer öffentlichen Sitzung, die um 18 Uhr beginnt. Konkret geht es um das seit 2004 unter besonderem Schutz stehende Gebiet Sennebäche. „Die EU-Kommission hat die vollständige Umsetzung der Verpflichtung aus dem europäischen Naturschutz-recht angemahnt“, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung für den Stadtrat.

In diesem Zusammenhang hat der Kreis Gütersloh darauf hingewiesen, dass für Teilstrecken des FFH-Gebiets Sennebäche noch Handlungsbedarf besteht. Ein Vertrag soll nun geschlossen werden, um die Mindeststandards zu erfüllen. Unterzeichner sind unter anderem die Kommunen Verl und Schloß Holte-Stukenbrock, die Bezirksregierung, der Kreis sowie die Ortslandwirte. Für Wapel und Rodenbach gibt es im Bereich der Regenrückhaltebecken in Kaunitz bereits ein Schriftstück. Es deckte aber nur drei Viertel des Gebiets ab. Nun sollen auf Verler Areal die Flächen links und rechts der Bäche zwischen dem Naturschutzgebiet Grasmeerwiesen und der Oststraße hinzugefügt werden. Um 23 Hektar Gewässer mit Randstreifen geht es. „Es ist festzuhalten, dass die angestrebte Vereinbarung wohl einen geringeren Eingriff in die Rechte der Eigentümer und die Planungshoheit der Stadt bedeutet“, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung. Wäre keine Einigung zwischen Grundstückseigentümern, Kommunen und den Landwirten zustande gekommen, hätte das zu einer Anpassung des Sennelandschaftsplans an das FFH-Recht geführt, schreibt die Stadt. „Mit vermutlich weitreichenderen Konsequenzen“, heißt es in der Vorlage weiter. Eine Unterzeichnung der Vereinbarung werde daher grundsätzlich befürwortet. „Die Erhaltung und Entwicklung der Fließgewässer insbesondere als Lebensraum für die Fischfauna stehen im Vordergrund der Entwicklungsziele“, heißt es in dem Vertragsentwurf. Dabei seien die landesweit bedeutsamen Fischbestände von Groppe und Bachneunauge besonders hervorzuheben. Darüber hinaus sei die Anlage von extensiv genutzten Uferrandstreifen und langfristig die Extensivierung naturnaher Auenabschnitte wünschenswert. Das Gebiet ist zum Lebensraum für gefährdete Vogelarten wie den Eisvogel, den Schwarzspecht und den Wespenbussard geworden.

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