Schwieriges Pflaster auch für Schüler

Der Arbeitskreis Ortskerngestaltung des Heimatvereins hat sich mit der Situation der Radfahrer und Fußgänger in Verl beschäftigt.

Bei Daum laufen im Arbeitskreis die Fäden zu diesem Thema zusammen. Er mahnt an, die Interessen der Rad- und Fußgänger stärker bei der Planung zu berücksichtigen. „So etwas fällt nicht vom Himmel. Das kostet natürlich Anstrengungen. Es gibt gute Beispiele, man muss sich nur abkupfern“, fordert er die Stadtverwaltung auf. Gute Ansätze seien vorhanden, aber sie müssten noch strukturiert werden, erklärt er.

Kritisch, aber auch konstruktiv will der Heimatverein das Thema begleiten. Also auch Vorschläge machen. Daum nannte zwei Möglichkeiten, wie Radfahrer sicher am Verkehr teilnehmen können: Direkt auf der Fahrbahn, aber abgetrennt durch einen entweder rot eingefärbten Radweg oder aber durch eine gestrichelte Linie. „Das sind die beiden Kompromisse, die sich als Diskussionsgrundlage empfehlen“, sagt der Experte. Klassische Radwege sieht er hingegen mittlerweile kritisch. Die Unfallzahlen an Kreuzungen seien höher, wenn der Radweg nicht direkt auf der Fahrbahn der Autos und Lastwagen verlaufe, sondern durch einen Bordstein abgetrennt sei.

 „Wir leben auf einem Rad nicht auf der glücklichen Insel“, sagt Daum. Konkret geht es dem Verein auch um das Problem im Bereich Zum Meierhof und St.-Anna-Straße. Eine Stelle, die als Schulweg genutzt wird. Gleich fünf Querungshilfen hat Daum innerhalb weniger Meter ausgemacht. Das seien zu viele. Er fordert eine klare Lösung: einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel. „Das wird in Verl seit 40 Jahren gefordert. Ich frage mich, warum das nicht möglich ist. Die jetzige Situation ist unhaltbar.“ Aber auch grundsätzlich solle sich etwas ändern. „Es geht um Leistungsfähigkeit, aber nicht nur für Autofahrer“, so Daum. Ähnlicher Meinung ist auch Bernhard Klotz: „Ich weiß um die schwierige Situation für die jüngsten Verkehrsteilnehmer. Viele Eltern trauen sich nicht mehr, ihre Kinder mit dem Rad zu schicken.“

SOCIAL BOOKMARKS