Spaß und Training für Mini-Vierbeiner
Bild: Munkelt
Spiel und Spaß gehören bei den geführten Spaziergängen der Halter von kleinen Hunden immer dazu. In Verl-Sende am Café Mühlengrund trafen sich jetzt (v. l.) Silke Pesenecker mit Ratero "Mika", Astrid Biermann mit Jack-Russel-Pinscher-Mix „Luna“ und Pudel-Yorki-Mischling „Benji“, die beiden Gruppenleiterinnen und Hundepsychologinnen Tanja Maasjost und Sabine Vossel sowie Heike Röchter mit ihrem Havaneser „Bruno“.
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Tanja Maasjost (40) wohnt in Kaunitz, Sabine Vossel (41) in Rheda-Wiedenbrück. Sie kennen sich, seit Vossel Tanja Maasjost einen Hund aus dem Tierheim vermittelt hat. Beide arbeiten hauptberuflich in der Pflege – Maasjost als Altenpflegerin und Stationsleiterin in einer Tagesklinik, Sabine Vossel als Krankenschwester. Nebenberuflich haben sich beide zur Hundepsychologin und Verhaltensberaterin an der Akademie für Tierheilkunde ATN in der Schweiz ausbilden lassen.

Ihr Wissen geben sie seitdem nicht nur bei Hausbesuchen weiter, sondern neuerdings auch während eines geführten Spaziergangs. Zum ersten Mal hat das „Treffen für kleine Hunde“, auf das Maasjost und Vossel per Aushang im ganzen Kreis Gütersloh aufmerksam gemacht hatten, Ende Juni am Verler See stattgefunden.

„Luna“ blüht richtig auf

Unter den sieben Premieren-Teilnehmern waren auch die Verlerinnen Astrid Biermann und Heike Röchter. Biermann, Halterin einer winzigen, braun-schwarzen Jack-Russel-Pinscher-Mischlingsdame, fühlte sich angesprochen. „In die Hundeschule traue ich mich nicht mit ‚Luna‘“, sagt sie – zu viele „Kaliber“, in denen beim Anblick der zierlichen Hündin das Jagdfieber ausbrechen könnte. Nach mittlerweile drei Treffen stellt die Verlerin fest: „‚Luna‘ blüht richtig auf.“

Von einem Kreis nur für Hunde unter 30 Zentimeter Schulterhöhe hatte auch Heik

Der Sonntagstreff der kleinen Hunde ist ausgebucht. Ab dem 27. August bieten die Tierpsychologinnen deshalb einen zweiten Kreis an: immer am letzten Samstag im Monat um 15 Uhr an wechselnden Orten im Kreis Gütersloh. Die Teilnahme kostet jedesmal sieben Euro. Kontaktaufnahme über das Internet:

www.mata-hunde.de www.tierpsychvossel.de

e Röchter zuvor noch nie gehört. Sie erhofft sich von den Treffen, die immer am letzten Sonntag im Monat um 10 Uhr an wechselnden Orten im Kreisgebiet stattfinden, Kontakte zu anderen Hundehaltern und Erziehungsideen für ihren schwarzen Havaneser „Bruno“. „Leinenführigkeit und Begegnungen mit anderen Hunden sind etwas schwierig“, sagt sie.

„Erziehung mit Gewalt - das gibt es bei uns nicht“

„Das kriegen wir hin“, verspricht Tanja Maasjost und lächelt aufmunternd. Die Kaunitzerin hebt hervor, dass ihr Arbeitsprinzip absolute Gewaltlosigkeit sei. „Stachelhalsbänder, Leinenrucks, Bestrafung mit Wasser – so etwas gibt es bei uns nicht.“

Schlimme Macken haben die kleinen Hunde nicht. Aber das eine oder andere ist bei jedem zu verbessern, finden ihre Halter. Den größten Anteil an einem erfolgreichen Prozess haben die Hundebesitzer selbst. „Viele Probleme entstehen, weil der Hund falsch interpretiert wird“, sagt Tanja Maasjost. „Wir gucken gemeinsam hin, warum er ein bestimmtes Verhalten zeigt.“ Vielfach lägen Probleme in den Bereichen Grundgehorsam, Ängste, Aggressionen und Leinenführigkeit. Dann heißt es für Hund und Herrchen: üben, üben, üben.

Für die Spaziergänge denken sich die Tierpsychologinnen immer neue Themen aus, es wird getestet und trainiert. Neulich lernten die Hunde, auf ein Schnalz-Signal zu reagieren. Bei der kleinen „Luna“ klappte das prima, wie Astrid Biermann erzählt: „Ein toller Tipp, ich wusste gar nicht, dass das geht.“ Ganz wichtig ist auch Freilauf und Spiel.

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