Spektakuläres für Augen und Ohren
Bild: Tschackert
Präsentierten das Programm der Fachwerkkonzert-Saison: (v. l.) Martin Herrbold, Dr. Ares Rolf, Anne Schröder und Martina Peterhanwahr. Start ist am Sonntag, 24. September.
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Spektakulär für Augen und Ohren wird die Saisoneröffnung am 24. September werden, wenn der in Deutschland lebende Japaner Fumito Nonoya „Classics on Marimba“ im Fachwerkhaus zusammen mit Sumi Lee am Kurzflügel interpretieren wird. Eine Doppelpremiere in Verl: sowohl für den Künstler, der an der Musikhochschule in Detmold lehrt, als auch für das Schlaginstrument, das seine Wurzeln in Spanien und Afrika hat und mit dem Xylophon verwandt ist.

Im glatten Gegensatz dazu steht das Oktober-Konzert, wenn der zweite Teil des Klaviertrios von Beethoven ansteht. Teil eins spielte das Trio im vergangenen Jahr. Wolfgang Watzinger (Klavier), Peter Rosenberg (Violine) und Siegmund von Hausegger (Violoncello) sind nicht nur Künstler von hohen Graden, „sondern mit den Jahren auch Freunde geworden“, wie Martin Herrbold betont. Gerade Siegmund von Hausegger hat in den Anfangsjahren musikalische Aufbauhilfe bei den Fachwerkkonzerten geleistet.

„Ein echtes Abenteuer wird der Auftritt junger russischer Musiker in Verl“, ist sich Ares Rolf beim letzten Konzert des Jahres am 12. November sicher. Weniger, was die musikalische Qualität betritt, sondern die Logistik. Zehn der besten russischen Nachwuchskünstler werden erstmals in Verl gastieren. Da dürfte es eng im Haus werden. „Unglaubliche junge Musiker, die mit einer musikalischen Reife Stücke interpretieren“, so Ares Rolf. Die Künstler sind Stipendiaten der Spivakov-Stiftung, die Nachwuchstalente fördert und auf Einladung des Forums russische Kultur Gütersloh für eine Konzertwoche in Deutschland sein werden. Dabei spielen sie in Schulen. So ist auch der Kontakt über Ares Rolf, der Musiklehrer am Verler Gymnasium ist, entstanden.

Über persönliche Kontakte und das soziale Netzwerk Facebook ist auch der letzte Konzertabend der Saison zustande gekommen. Mit Günter Albers wird ein ehemaliger Schulfreud von Ares Rolf einen Teil des „Romantischen Klavier- und Liederabends“ am 18. März bestreiten. Die andere Hälfte wird seine Ehefrau und Mezzosopranistin Maria Hilmes übernehmen.

Zuvor, am 28. Januar gibt es ein Wiedersehen mit dem Catasia-Quartett. Puccini und Hayden werden auf dem Programmzettel stehen. „Und, worauf ich mich sehr freue: ‚Der Tod und das Mädchen‘ von Franz Schubert“, unterstreicht Ares Rolf. Ein bunt gemischtes Programm ist charakteristisch für die Fachwerkkonzerte.

Längst sind die Sonntagabendkonzerte kein Geheimtipp mehr unter Klassikfreunden in Verl. Das belegt die Anzahl von 85 Abonnenten bei einer Gesamtkapazität von weniger als 100 Plätzen im Heimathaus. Dennoch gibt es Karten, die Besucher sich am besten bei Anne Schröder (05246/935270) vormerken lassen.

Die Konzertreihe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem gut angenommenen Angebot entwickelt. Das Publikum ist jünger geworden: „Mittlerweile sitzt schon die zweite Generation in den Konzerten“, sagt Martina Peterhanwahr. Viele Konzerte wären ohne die Kontakte von Ares Rolf, Martin Herrbold, Martina Peterhanwahr und Anne Schröder finanziell nicht darstellbar. Hinter Künstlern herrennen braucht der Heimatverein aber nicht, sondern kann aus 40 Bewerbungen sogar wählen.

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