Sport soll in Verl gefördert werden
Bild: Dünhölter
Spitzensport bietet derzeit der SC Verl. Fußballer Lars Ritzka (rechts) und sein Team spielen in der Regionalliga. Ein Beispiel für Leistungssport in der Stadt.
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Unter dem Motto „Innovative Sportförderung in Verl“ soll eine Kooperation mit dem Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Deutschen Sporthochschule Köln geschlossen werden. Das geht aus einer Vorlage für den Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Generationen hervor, der sich am Montag, 16. September, ab 18 Uhr in einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema beschäftigt.

Verwaltung hat Kontakt zu Sporthochschule aufgenommen

Einziger Tagesordnungspunkt – von den Formalia mal abgesehen – ist das Vorhaben, Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Sportstadt Verl zu schaffen. Im Januar hatte die CDU-Fraktion beantragt, Möglichkeiten der Sportförderung aufzuzeigen. Die Verwaltung hatte deshalb Kontakt zur Sporthochschule aufgenommen. In einem Gespräch sei ein Konzept erarbeitet worden, dass allerdings eine Analyse der Rahmenbedingungen in der Stadt voraussetzt, heißt es in einer Vorlage für den Ausschuss.

Es gehe darum, unabhängig von der Sportart, vom Alter und von der Leistungsfähigkeit eine Förderung zu schaffen. Der Kommune geht es sowohl um Breiten- als auch im Spitzensport. Die Verwaltung nennt in der Vorlage Beispiele: Kindergärten oder Schulen könnten unterstützt werden, die sportliche Bewegung regelmäßig und gezielt zu fördern. Eltern könnten frühzeitig Empfehlungen bekommen, wie sie ihre Kinder durch eine gezielte Maßnahmen bei Auffälligkeiten oder bei der Sportartenwahl unterstützen können. Vereine und private Anbieter sollen Hilfe bei der Schaffung von Angeboten für den Breitensport erhalten.

„Firmen profitieren von geringerem Krankheitsstand“

Gleichzeitig soll es aber auch darum gehen, Talente gezielt zu fördern und leistungssportliche Strukturen anzubieten. „Sportlichen Talenten kann eine Perspektive in den Heimatvereinen geboten werden, um zielgenau und effizient ihre sportliche Karriere zu gestalten“, schreibt die Verwaltung. Unternehmen oder zum Beispiel der Feuerwehr könnte es ermöglicht werden, sich individuell auf berufliche Anforderungen vorzubereiten. Gesundheitsrisiken könnten minimiert werden.

„So können Firmen zum Beispiel von einem geringeren Krankheitsstand und einer adäquaten Leistungsfähigkeit über den Karriereverlauf profitieren“, heißt es in der Vorlage der Stadt weiter.

Sportstätten sollen unter die Lupe genommen werden

In Teilen sind diese Sportangebote in Verl schon vorhanden. Deshalb soll in einem nächsten Schritt nun auch erst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Unter Umständen reicht es, bestehende Angebote zu vernetzen. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Deutschen Sporthochschule und der Stadt Verl sollen Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern geführt werden. Kindergärten, Schulen, Sportvereine, private Anbieter wie Fitnessstudios und Betriebe sollen angesprochen werden.

Aber auch das Sportstättenangebot kommt auf den Prüfstand. Eine „Analyse der räumlichen und personellen sowie materiellen Rahmenbedingungen“ sei vorgesehen, schreibt die Stadt. Für diese Analyse – grünes Licht der Lokalpolitiker vorausgesetzt – sind drei bis sechs Monate vorgesehen. Liegt das Ergebnis vor, soll entschieden werden, was in der Ölbachstadt möglich ist. 10.000 Euro stehen für das Projekt im Haushalt der Stadt zur Verfügung.

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