Stadt kauft 22 Hektar Ackerland
Vermessen worden ist das Grundstück an der Ecke von Isselhorster und Sürenheider Straße in den vergangenen Tagen.

Inbegriffen im Paket sind weitere Flächen in der direkten Nachbarschaft. Insgesamt geht es um mehr als 22 Hektar. „Die Stadt Verl hat kürzlich sehr große zusammenhängende Grundstücksflächen erworben“, erklärte Bürgermeister Michael Esken auf Nachfrage der „Glocke“.

 Schon im Juli vergangenen Jahres hatte der Rat grünes Licht für den Kauf gegeben. Danach war die Stadt in Verhandlungen mit dem Eigentümer eingetreten. Konkret geht es nicht nur um das Grundstück, auf dem der Türenhersteller Teckentrup seit Jahren seine Erweiterung plant, sondern auch um die Felder, die dahinter liegen – bis zur Autobahn.

„Es handelt sich um Flächen, die vorrangig für Ausgleichsmaßnahmen und eine mögliche Gewerbeansiedlung Verwendung finden sollen“, so Michael Esken in einer Mitteilung. Der Grundstückskauf beinhaltet laut Mitteilung aber nicht eine landwirtschaftlich genutzte Hofstelle. Ursprünglich hatte Teckentrup den Acker direkt erwerben wollen. Mit dem Kauf macht die Stadt ihre neue Vorgehensweise in Sachen Gewerbeflächen deutlich. Sie dringt darauf, Grundstücke zunächst in ihren Besitz zu bringen, um sie dann an Unternehmen zu veräußern – inklusive einer vertraglichen Verpflichtung, bis wann sie bebaut werden müssen.

Deshalb waren Ende 2016 auch die weiteren Planungen für den vier Hektar großen Acker gegenüber der Thaddäuskirche auf Eis gelegt worden. Einen Entwurf des Bebauungsplans gibt es bereits. Er war im September 2016 Thema im Bauausschuss, wurde dem Rat danach aber nicht mehr vorgelegt. Im Entwurf heißt es: „Die auf dem bisherigen Betriebsgelände sehr beengt stattfindenden Produktions- und Logistikabläufe sollen entzerrt werden. Um die geplante Erweiterung in die Betriebsabläufe einbinden zu können, ist eine enge räumliche Beziehung zum bestehenden Standort unumgänglich. Nach Prüfung verschiedener Alternativen verblieb letztlich der Standort im Bereich zwischen Sürenheider und Isselhorster Straße und der Autobahn A2.“ Direkt gegenüber der Industriestraße soll die Zufahrt für das Gewerbegrundstück angelegt werden – wenn Teckentrup den Zuschlag bekommt.

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