Stadt kauft Grundstück an Sender Straße
Bild: Steinecke
Alles in trockenen Tüchern: Am Freitagmorgen hat die Stadt den Kaufvertrag für ein Grundstück an der Sender Straße unterschrieben. Das Haus soll abgerissen werden. Damit soll Platz geschaffen werden für die neue Hauptzufahrt zum Stadion.
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„Wir hätten den Parkplatz auch ohne das Haus bauen können“, sagt Bürgermeister Michael Esken (CDU) im Gespräch mit der „Glocke“. Am Dienstagabend hatte der Stadtrat hinter verschlossenen Türen grünes Licht für den Kauf gegeben. Am Freitagmorgen war dann der Vertrag mit dem bisherigen Eigentümer geschlossen worden.

Gebäude wird abgerissen

Das Gebäude, das zuletzt noch bewohnt war, mittlerweile aber leer steht, soll zum 1. Januar in den Besitz der Kommune übergehen. Danach soll es abgerissen werden, wie der Beigeordnete Thorsten Herbst erklärte. Zudem soll der Bau der Stellflächen forciert werden. Derzeit wird an der Aufstellung eines Bebauungsplans gearbeitet, der auch Abstandsflächen zu den anderen Gebäuden an der Poststraße vorsieht.

Ein Lärmgutachten sei bereits fertiggestellt worden, erklärte Michael Esken. Die Stadt hatte im vergangenen Jahr das 3640 Quadratmeter große Areal zwischen Sender Straße und Stadion gekauft. Unter anderem stand dort das sogenannte Schlangenhaus. Es war im vergangenen Jahr abgerissen worden. Nach dem Kauf des Gebäudes nebenan wird das Vorhaben nun einfacher umzusetzen sein. Die Stadt hat jetzt mehr Platz.

Günstige Verkehrsanbindung

Der geplante Standort liege verkehrstechnisch günstig, so die Stadt im April. Das könnte dazu führen, dass insbesondere bei Veranstaltungen der Verkehr aus dem Zentrum gehalten werden könne. Die Belästigung durch den Verkehr und der damit verbundene Lärm könnte im Bereich der Poststraße reduziert werden. Gut 100 Stellplätze sollen auf dem Grundstück entstehen. Im Frühsommer könnte mit den Arbeiten begonnen werden. „Das Geld steht im Haushalt. Wir wollen relativ schnell die Arbeiten ausschreiben“, sagt Michael Esken. 680 000 Euro sind für die Maßnahme eingeplant.

Die derzeitige Zufahrt bleibt erhalten. „Sie spielt künftig eine untergeordnete Rolle“, erklärte Michael Esken. Denn der kleine Parkplatz direkt an der Geschäftsstelle wird aufgegeben. Zumindest für Autos. An der Stelle sollen künftig Fahrräder abgestellt werden können. Vom neuen Parkplatz wird zudem ein Zugang direkt zum Gelände des Stadions angelegt.

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