Stadt offen für vierte Kita-Trägerschaft
Vier freie Träger – Rotes Kreuz, Awo, Von-Laer-Stiftung und Kinderzentren Kunterbunt – bewerben sich aktuell um den Betrieb einer von der Stadt geplanten weiteren Drei-Gruppen-Kindertagesstätte in Verl. Doch auch die Kommune selbst signalisiert Bereitschaft zur Trägerschaft.

„18 erfahrene Träger von Kindertageseinrichtungen“, so heißt es in der Vorlage für den Jugendhilfeausschuss am heutigen Dienstag, in dem sich die vier freien Träger mit ihren Konzepten vorstellen, wurden über die Planungen für die Drei-Gruppen-Kita informiert und gebeten, ihr Interesse an einer Trägerschaft mitzuteilen. Das beinhaltet auch den Bau des Gebäudes. Wo der neue Kindergarten errichtet werden könnte, steht offenbar noch nicht fest. Die Verwaltung hatte am 30. Mai vom Jugendhilfeausschuss den Auftrag erhalten, nach einem geeigneten Grundstück zu suchen.

Vier Anbieter möchten die Tagesstätte betreiben: die Von-Laer-Stiftung (Bielefeld), die Kinderzentren Kunterbunt (Nürnberg), der Bezirksverband OWL der Arbeiterwohlfahrt (Awo, Bielefeld) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Soziale Dienste und Einrichtungen (Gütersloh). Sie alle betreiben in der Region jeweils mehrere Kindergärten. Die Von-Laer-Stiftung (15 Kitas) zum Beispiel in Gütersloh und in Harsewinkel. Das sind auch die einzigen Städte in Ostwestfalen-Lippe, in denen die bundesweit aktiven Kinderzentren Kunterbunt bislang vertreten sind. Die Awo hingegen unterhält mehr als 100 Einrichtungen in Ostwestfalen-Lippe. Und das DRK Soziale Dienste leitet im Kreis Gütersloh 16 Kitas und Familienzentren zwischen Rietberg und Borgholzhausen, Herzebrock-Clarholz und Schloß Holte-Stukenbrock.

Die Verwaltung stellt in Aussicht, dass in der nächsten Sitzung des Fachausschusses am 18. Oktober ein Beschluss zur Trägerschaft gefasst werden könnte. Und dann könnte es sogar durchaus sein, dass alle vier Interessenten leer ausgehen. Denn wie es in der von Bürgermeister Michael Esken unterzeichneten Vorlage am Ende heißt, kommt eine Trägerschaft durch die Stadt Verl selbst – es wäre dann die vierte Kita – infrage, was „auch Synergieeffekte für die bestehenden städtischen Einrichtungen bieten“ könne, etwa im Bereich von Fachberatung. Zum vierten Mal als Kita-Träger einzusteigen sei „jedenfalls nicht ausgeschlossen“, betont die Verwaltung abschließend noch einmal. Die Stadt betreibt die Kitas Zwergenland in Sürenheide, Kleine Strolche in Kaunitz und Abenteuerland in Sende.

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