Stadt spricht mit DRK über einen Umzug
Bild: Ackfeld
Gibt die Politik grünes Licht, dürften die Tage des DRK-Gebäudes an der Ecke von Bahnhofstraße und Österwieher Straße gezählt sein. Dort soll ein Neubau mit Wohnungen für junge Menschen mit Behinderung entstehen.
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Denn nach Gesprächen zwischen Stadt, DRK, Wertkreis und der Gesellschaft Kommunale Haus und Wohnen (KHW) ist eine Neugestaltung des Areals an der Ecke von Bahnhofstraße und Österwieher Straße möglich. Konkret geht es um Folgendes, wie Bürgermeister Michael Esken und der Erste Beigeordnete Heribert Schönauer am Freitagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverbands verkündeten:

Das DRK soll auf sein Erbpachtrecht für das etwas mehr als 1000 Quadratmeter große Grundstück verzichten. Dafür würde auf dem 2000 Quadratmeter großen unscheinbaren Grundstück auf der anderen Seite der Österwieher Straße (es läuft spitz auf die Kreuzung Westfalenweg zu und gehört der Stadt) ein zweigeschossiger Neubau von der Stadt Verl errichtet.

Im Erdgeschoss soll Platz für eine Seniorenbegegnungsstätte geschaffen werden, die den derzeitigen DRK-Senioren-Treff ersetzt. Im Obergeschoss würden zudem Räume für das DRK entstehen. Dort könnten zum Beispiel Schulungen und Versammlungen abgehalten werden. Das Gebäude des Deutschen Roten Kreuzes würde abgerissen.

An seiner Stelle könnte ein Neubau mit mehreren Geschossen entstehen, in dem bis zu 24 junge Menschen mit Behinderungen Platz finden. Geplant ist, grünes Licht der Politik vorausgesetzt, das komplette Areal städtebaulich aufzuwerten.

Die KHW, der die Häuser mit insgesamt 87 Wohnungen im hinteren Teil des Grundstücks gehören, plant eine umfassende Sanierung. Unter anderem sollen auch Aufzüge eingebaut werden. Denkbar ist auch eine teilweise Aufstockung der Gebäude. „Das muss man im Einzelfall entscheiden“, sagte Bürgermeister Michael Esken.

Ihm ist vor allem wichtig, dass es in Sachen Wohnraum für junge Menschen mit Behinderung vorangeht. „Sie gehören nicht an den Rand einer Stadt, sondern dorthin, wo das Leben ist“, erklärte das Stadtoberhaupt.

Die Nachfrage nach solchen Wohnungen sei hoch, erklärte Michael Buschsieweke, Geschäftsführer des Wertkreises. Die Organisation soll die Anlage betreiben. Im Kreis gebe es 80 bis 90 Menschen mit Behinderung, die auf einer Warteliste für eine Wohnung stünden. Allein aus Verl gebe es 20 Anfragen. „Menschen, die aus Verl kommen, möchten auch in Verl bleiben“, erklärte der Geschäftsführer. Und es sei für die Eltern ein großes, schwieriges Thema. Dass die Kommune sich nun engagiere, zeige, dass sie ein soziales Gewissen habe.

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