Stadt und Telekom lösen DSL-Bremsen
Bild: von Stockum
Bringen das Glasfaserkabel für eine schnellere Internetverbindung auf den Weg: (v. l.) Beigeordneter Franz Berenbrinker, Burkhard Reineke als Vorsitzender des Straßen-, Wege- und Verkehrsausschusses, Michael Wermter (Telekom), Bernd Meißner vom städtischen Tiefbauamt, Maik Holtmann, Friedhelm Venjacob (Telekom), Anwohner Hugo Pähler, Christoph Feldhaus (Telekom), Bürgermeister Paul Hermreck und Bauunternehmer Michael Krüger.
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Bis zum Ende des Jahres aber soll sich in dieser Hinsicht etwas grundlegend geändert haben. Dann nämlich dürfte annähernd jeder Haushalt theoretisch mit DSL versorgt sein. Etwa zwei Millionen Euro investieren die Stadt und die Deutsche Telekom in den Ausbau des Netzes. Gleich drei Leerrohre werden derzeit in den Gräben versenkt, wovon eins die frühere Post-Tochter nutzt. Die anderen beiden stehen potenziellen Mitbewerbern zur Verfügung, die dorthinein ihre Glasfaserkabel legen wollen. Die Miete beläuft sich im Übrigen auf zwölf Cent je laufenden Meter und Monat.

Mit angezogener Handbremse unterwegs

 „Es war ein umfangreiches Genehmigungsverfahren“, sagte am Freitag Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) anlässlich des offiziell ersten Spatenstichs – tatsächlich haben die Arbeiten zum Netzausbau bereits vor drei Tagen begonnen. Seit zwei Jahren schon beschäftigen sich Rat und Verwaltung sowie verschiedene Behörden auf europäischer Ebene mit den Plänen, auch Verl den Zugang zum Breitband-Internet zu ermöglichen. Dabei kamen die Ostwestfalen zu dem zweifelhaften Vergnügen, allerlei Wissen in Sachen Wettbewerbsrecht erwerben zu dürfen. Lange fuhr man mit angezogener Handbremse in Richtung Datenautobahn.

Fertigstellung Ende dieses Jahres

Annähernd jeder Haushalt in der Stadt Verl, die immerhin 72 Quadratkilometer Fläche umfasst, soll spätestens Ende dieses Jahres mit der neuesten Technologie im weltweiten Datennetz unterwegs sein. „Christoph Feldhaus wird das sicherlich mit Herzblut vorantreiben“, gab sich gestern Hermreck mit Blick auf den Telekom-Verantwortlichen, der in der Sürenheide wohnt, optimistisch, dass die Arbeiten zügig vorangehen.

Geschwindigkeit kommt Quantensprung gleich

Dass Breitbandinternet mittlerweile fast genauso dazugehört wie die Versorgung mit Gas, Wasser und Strom, das war am Freitag unumstritten. Auch deshalb habe man über Parteigrenzen hinweg an einem Strang gezogen, schickte Paul Hermreck ein Lob an den Ratsherrn Burkhard Reineke von der SPD. Nachdem die Rohre und das Kabel liegen, werden die – einfach ausgedrückt – „Verteilerkästen“ technisch aufgerüstet. Die Geschwindigkeit, mit der die Verler dann im Internet unterwegs sind, kommt einem Quantensprung gleich.

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