Stefanie Peterhanwahr schreibt Geschichte
Bild: Munkelt
Strahlendes Paar: Mit Stefanie Peterhanwahr hat die Hubertus-Schützenbruderschaft Kaunitz die erste Königin in der Vereinsgeschichte. Ihr Mann Hansi jubelt an ihrer Seite. 
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Der Jubel ist riesig, die neue Regentin tief bewegt. Weinend nimmt Stefanie Peterhanwahr einen Gratulanten nach dem anderen in den Arm, zuerst natürlich ihren Ehemann Hans Dieter (41), kurz Hansi, der sich mit ihr sowie dem befreundeten Ehepaar Stefanie und Andreas Heidemanns zuletzt einen spannenden Wettkampf am Gewehr geliefert hatte. „Das hatten wir vorher so abgemacht“, erklärt später Stefanie Heidemanns, die sich jubelnd mit der Freundin freut.

Ganz aus dem Häuschen ist auch der Rest der Damenkompanie: Nur zwei Jahre nach ihrer Gründung stellt die Gruppe die erste Schützenkönigin im Verein und die zweite auf Verler Gebiet. „Genial“, „super“, rufen die 16 Kompaniefrauen in Richtung der überwältigten neuen Majestät.

Die Schlange der Gratulanten will kein Ende nehmen. Überall auf dem Festplatz strahlende Gesichter: Die Freude über die erste weibliche Majestät eint die Hubertusschützen und ihre Gäste. Stefanie Peterhanwahr realisiert in dem Trubel nur langsam, dass sie den Titel hat: „Ich bin ganz fertig, hab’ weiche Knie“, sagt die Einzelhandelskauffrau.

Tochter Annika (14) lächelt, und Sohnemann Jan (12) verdrückt ebenso Freudentränen wie seine Oma Adelheid Zinn, die „total stolz“ ist. Ihre Tochter ist in Kaunitz als Sportskanone bekannt, gibt jede Woche Kurse in Aerobic, schwimmt in der DLRG und fährt Rennrad. Ihr Ehemann Hansi ist Tischler und wird als Prinzgemahl an ihrer Seite regieren.

Als Stefanie Peterhanwahr das letzte Holzstück mit dem 174. Schuss herunterholte, war der Adler bereits in hunderte Stücke zerlegt. Die Insignien fielen früh: Lothar Krogmeier holte die Krone (4. Schuss), Susanne Bokel das Zepter (5.) und Jutta Junker den Apfel (9.). Nur eine gute Stunde musste danach noch scharf geschossen werden.

Am Vorabend hatte bereits Maik Aistermann gejubelt: Der 27-jährige Konstruktionsmechaniker sicherte sich mit dem 146. Schuss den Titel des Jungschützenkönigs und setzte sich gegen seine Konkurrenten Stefan Hagenheide (Krone mit dem 6. Schuss) und Marcel Beckervordersandforth durch. Den Apfel holte Dennis Wittenberg (24.), das Zepter Marcel Krogmeier (34.). An Maik Aistermanns Seite regiert die zweifache Mutter Heike Benden (27) das Jungvolk.

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