Straßenkreuzer locken Tausende an
Bild: Darhoven
Im Minutentakt rollten aufwendig restaurierte Ami-Schlitten und andere Klassiker auf Festivalgelände an der Ostwestfalenhalle.
Bild: Darhoven

Das sah auch Organisator Markus Wiessing so. Von Jahr zu Jahr werden es mehr Fahrer und Besucher. Für den Veranstalter liegen die Gründe auf der Hand: Das Straßenkreuzer-Festival sei nicht nur deutschlandweit das größte seiner Art. Auch die Mischung aus verschiedenen Fahrzeugen, den vielen stilecht gekleideten Gästen, der Livemusik und allerlei Tüddelkram, Kleidung und Ersatzteilen stimme. „Wir haben hier die schönsten Autos und Frauen. Zudem ist es mir immer wichtig, dass den Besuchern etwas geboten wird. Außerdem sind die 50er-Jahre wieder voll im Trend“, sagt der Veranstalter. Doch am noch strahlend-blauen Himmel über dem Straßenkreuzer-Festival drohen dunkle Wolken aufzuziehen. Grund sei laut Wiessing der angedachte Neubau eines Supermarkts in unmittelbarer Nähe der Ostwestfalenhalle. „Wenn das Areal um die Halle verkleinert werden sollte, dann ist das eine Gefahr für viele Veranstaltungen. Das sollte man sich bei der Stadt gut überlegen. Denn so eine tolle Halle mit dem Außengelände und den Parkflächen gibt es fast in ganz Deutschland nicht“, so Markus Wiessing.

Mehr als sechs Meter lange Schiffe

Noch ist aber alles beim Alten. Und Hingucker waren vor allem die mehr als sechs Meter langen Schiffe mit überdimensionierten Heckflossen, senkrecht stehenden Rückleuchten, üppigen Chromverzierungen, dicken Stoßstangen, und drehmomentfreudigen V8-Triebwerken. Mehr als 2500 Fahrzeuge fuhren vor, um bewundert zu werden. Gut 100 Aussteller und 5 Bands taten ihr Übrigens, um das Festival zu einem Erfolg zu machen. Im Minutentakt rollten aufwendig restaurierte Ami-Schlitten und andere Klassiker durch das Haupttor. Chrom vom Heck bis zur Stoßstange prägte die Erscheinung von Muscle-Cars, Pickup-Trucks und gewaltigen Straßenkreuzern der Marken Plymouth, Ford, Oldsmobile, Buick, Chevrolet, Cadillac, Mustang und Corvette. Mittendrin: Sina Overrath und Petra Meier aus Castrop-Rauxel mit einer Corvette Sting Ray. Gleich daneben stand Thomas Schmitt aus Versmold, dessen leuchtend roter Buick Riviera, Baujahr 1965, ins Auge fiel. In Ausmaßen, Motorisierung und Gestaltung verschwenderisch ausstaffiert ist ein fast drei Tonnen schwerer und 5,80 Meter langer Cadillac Eldorado. „Das Auto ist der Hammer. Doch die deutschen Straßen und Parkhäuser sind aufgrund ihrer Enge schon mehr als nervig“, klagte Thomas Enge, während er emsig die Chromzierstreifen nachpolierte.

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