Stromausfall legt halb Verl lahm
Bild: Tschackert
Der Kabelmesswagen von Westnetz musste an mehreren Stellen tätig werden, um das defekte Erdkabel zu orten und schließlich in den Tiefen des Schwalbenwegs aufzuspüren.
Bild: Tschackert

Das bestätigte Ruth Brand, Pressesprecherin beim Netzbetreiber Westnetz. Der Stromausfall ist demnach gegen 6.15 Uhr aufgetreten. Der Kurzschluss in dem Kabel, das sich quer durch Verl zieht, habe eine Sicherung ausgelöst, was zu dem Stromausfall geführt habe. Wie viele Haushalte betroffen waren, konnte die Pressesprecherin nicht sagen. Aber auch Unternehmen standen ohne Strom da. Wie die Firma Heroal, die sich ganz in der Nähe der Schadensstelle befindet. Heroal wollte sich nicht dazu äußern, welche Auswirkungen der Vorfall gehabt hat.

 In den sozialen Medien wurde gemeldet, dass in Kaunitz das Nobilia-Werk II am Kapellenweg keinen Strom habe. Das bestätigte Pressesprecherin Sonja Diermann. Sürenheide sei nicht betroffen gewesen. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Notstromaggregate haben ordnungsgemäß funktioniert, so dass unser Rechenzentrum durchgehend mit Strom versorgt werden konnte.“ Trotzdem habe der Ausfall an verschiedenen Stellen den Produktionsprozess beeinträchtigt, da nicht alle Anlagen mit einer Notstromversorgung ausgestattet werden könnten. Gegen 7.30 Uhr sei die Energie wieder da gewesen. „Mittlerweile ist die Produktion wieder angelaufen und weitestgehend im Fluss“, schrieb Diermann in ihrer Mitteilung.

 „Das ist keine kleine Störung“, sagte Dennis Banze vom Stadtwerk Verl. Vier Trafostationen, in denen der Strom auf 230 Volt reduziert wird, hätten nicht ordnungsgemäß arbeiten können. Am meisten betroffen sei der Stadtteil Kaunitz gewesen. Banze erklärte beunruhigten Bürgern auf Facebook, dass mit Hochdruck an der Beseitigung des Schadens innerhalb eines Tages gearbeitet werde.

Laut Ruth Brand seien rund eine Stunde nach den ersten Schadensmeldungen die meisten Verbraucher wieder mit Strom versorgt gewesen. Das funktioniere, indem der Strom über andere Kanäle umgeleitet werde. Lediglich bei 20 bis 25 Haushalten hätte es länger gedauert. Um 8.40 Uhr seien aber alle wieder am Netz gewesen.

Defektes Erdkabel gefunden

Nun geht es darum, die genaue Stelle des Schadens zu lokalisieren. Das geschieht mit einem Kabelmesswagen, der bereits gestern Mittag im Einsatz war. Einen Verschleiß an dem Erdkabel, die rund 70 Jahre halten, schließt der Netzbetreiber aus. Brand geht von einer mechanischen Beschädigung oder einer undichten Muffe aus. Der hohe Grundwasserstand könnte in diesem Fall den Kurzschluss verursacht haben.

Der Kabelmesswagen lokalisierte die Schadenstelle am Schwalbenweg auf der Höhe der Hausnummer 26. „Das war schwierig zu finden“, erzählten die Arbeiter. Noch gestern sollte der Bautrupp anrücken, um das Erdkabel freizulegen. Das defekte Teilstück der Erdleitung wird durch eine neues ersetzt. In diesem Fall wird das neue Kabel mittels Muffen mit dem alten verbunden. Ruth Brand erklärte, dass die Anwohner von der Reparatur nicht beeinträchtigt würden.

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