Tiffany-Stern verbindet Verl und USA
Bild: Steinecke
Aus Tiffany-Glas aus den USA, wo sie einige Jahre gelebt hat, fertigt Angelika Klöters in Verl Dekoratives wie diesen Stern.
Bild: Steinecke

Die gebürtige Herzebrockerin zog 1998 in die USA. Dort gefielen ihr die zahlreichen Türen in Tiffany-Verglasung. Nach dem Kauf einer Lampe in diesem Stil kam ihr der Gedanke, eigene Ideen in die Tat umzusetzen. „Ich dachte, das kannst du doch auch selbst machen.“ In einem Kursus bei einer der Volkshochschule ähnlichen Einrichtung lernte sie die Grundlagen. „Das ging mir aber alles viel zu langsam.“

Vieles ist möglich mit Bleiverglasung

Mit Erfolg machte sie ihre eigenen Gehversuche. Windlichter, Schaukelpferde, Vasen oder Fensterdekorationen – dem Einsatzbereich der Bleiverglasung sind kaum Grenzen gesetzt. Als Angelika Klöters 2005 nach Deutschland zurückkehrte, lagerte sie ihre Utensilien zunächst bei sich im Keller ein. Vor einem Jahr entdeckte sie ihre Leidenschaft neu und begann wieder zu arbeiten.

Der Markt „Verl creativ“ ist die erste Ausstellung, bei der sie ihre Stücke im großen Rahmen präsentiert. Besonders stolz ist sie auf ihre Arbeiten mit dem Facettenglas, die echte Unikate sind. Im Moment arbeitet sie noch mit ihren Restbeständen – „Das Glas gibt es in Deutschland so nicht“ –, hat aber auch Kontakte zu ihren Quellen in den USA.

Erlös geht an den Förderverein der Schule

Der Erlös von „Verl creativ“ kommt wieder dem Förderverein der Schule Am Bühlbusch zugute. Für die Cafeteria, die vom Förderverein betrieben wurde, spendete jeder Aussteller einen Kuchen. Zum zehnjährigen Bestehen der Veranstaltung fand außerdem eine Tombola statt. Dazu wurden von jedem Aussteller Preise zur Verfügung gestellt. Die Hälfte des Erlöses daraus fließt an den Förderverein, die andere Hälfte bekommt der Verein Hilfe für Schüler in Simbabwe.

Von 28 Ständen im ersten Jahr auf nun 48 Aussteller

Im ersten Jahr zählte Initiatorin Nicole Johannimloh 28 Stände. 48 Aussteller waren es im Rekordjahr 2012. „Da kann ich nicht ganz so viel falsch gemacht haben“, freut sie sich über den anhaltenden Erfolg des Basars. Dabei ist es ihr wichtig, dass immer andere Aussteller dort sind: „Es soll ja nicht langweilig werden.“ Eine allerdings gehört fast schon zum Inventar: Monika Wülling mit ihrem Spinnrad.

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