Trotz trüben Wetters gute Aussichten
Bild: Fox
Auch bei kühlen Temperaturen haben (v.l.) Hannes Rab, Stefan Landwehr und Jarno Kleine im Freibad Spaß.
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So entpuppt sich das Verler Freibad in diesen herbstlich anmutenden Tagen zu einem Paradies für Schwimmer. In Ruhe und ganz konzentriert ziehen sie ihre Bahnen im 50-Meter-Becken. Kein Wunder, ausgelassene Schulkinder oder gemütlich, plantschende Menschen sind weit und breit nicht in Sicht. Stattdessen verwaiste Sprungtürme, leere Liegewiesen.

Kaum zu glauben, dass trotzdem mehrere Hundert Gäste den Weg ins Freibad finden. „Auch bei schlechtem Wetter haben wir 300 bis 350 Besucher pro Tag“, erklärt Schwimmmeister Frank Wichmann-Glaser. Doch das ist kein Vergleich zu Spitzentagen mit der zehnfachen Anzahl (3000 bis 3500).

Doch der Schwimmmeister bleibt zuversichtlich. „Wir sind gut in die Saison gestartet“, sagt er. So habe das Verler Freibad schon früher als andere in der Umgebung – am Gründonnerstag – seine Türen geöffnet. „Im April war gutes Wetter und da hatten wir viele Besucher“, erklärt der 40-Jährige. Deshalb sieht er noch Chancen, dass die Saison insgesamt durchschnittlich gut verlaufen kann. Das hieße 80 000 Gäste. Bisher waren es rund 60 000. Schon im Vorjahr, als der Sommer ebenfalls an vielen Tagen kalt und trüb war, zählte das Bad 100 000 Besucher, wie Matthias Sieweke vom Fachbereich Schule, Sport und Kultur berichtet.

„Die meisten sind Rentner“, charakterisiert Frank Wichmann-Glaser die Stammgäste, die dem Bad auch bei schlechtem Wetter treu bleiben. Und die scheinen diszipliniert und fit zu sein. Denn Angelika Karreh ist mit ihrem täglichen Sportprogramm kein Einzelfall. So ist auch Hans Wester-Ebbinghaus leidenschaftlicher Schwimmer. „Ich komme immer hierhin, wenn schlechtes Wetter ist“, sagt der 85-Jährige. Eigentlich schwimmt er im Teich. Aber wenn das Wasser dort zu kalt ist, zieht es ihn in das beheizte Becken im Freibad.

Doch nicht alle Schulkinder lassen sich vom kühlen Wetter den Freibadspaß verderben. Hannes Rab (14) und Jarno Kleine (13), den sein Onkel Stefan Landwehr begleitet, stürzen sich vergnügt in die Fluten des Wasserpilzes im Nichtschwimmerbecken. „Wenn man sich nicht bewegt, wird es kalt“, gesteht Stefan Landwehr, als er einen Blick auf seine Gänsehaut wirft. Gleichzeitig fallen Regentropfen.

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