Überraschende Pläne für DRK-Heim und Seniorentreff
Bild: Steinecke
Bäume gerettet: Auf dem Waldgrundstück an der Österwieher Straße soll nur noch das DRK-Heim errichtet werden. Dann ist sogar noch Platz für weitere Aufforstung.
Bild: Steinecke

Begegnungsstätte und DRK-Heim sollen nun räumlich getrennt untergebracht werden. Deshalb sollen laut Beschlussvorschlag zwei Standorte geprüft werden. Und zwar das ehemalige Postgebäude am Marktplatz und weiterhin das im Vorfeld heftig diskutierte Wäldchen an der Österwieher Straße gegenüber dem jetzigen DRK-Heim.

DRK-Seniorenbegegnungsstätte in den Räumen der alten Post

In den Räumlichkeiten der alten Post soll die Seniorenbegegnungsstätte geplant werden. „Die Planung einer Seniorenbegegnungsstätte in dem Gebäude der ehemaligen Post soll vorangetrieben und die Ergebnisse anschließend den zuständigen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für die Ratssitzung.

DRK-Heim: Neubau an der Österwieher Straße

Das DRK-Heim soll weiter an der Österwieher Straße errichtet werden. Laut Vorlage soll die Verwaltung die Pläne weiterentwickeln und der Politik zur Entscheidung vorlegen. Das Grundstück geriet in die Diskussion, weil sich dort ein kleines Wäldchen befindet. Unter anderem hatten sich Anwohner beschwert. Auch die Grünen hatten sich für den Erhalt der Bäume eingesetzt. Die Verwaltung hatte seinerzeit zugesichert, ältere Bäume zu schonen und neue Gehölze als Ausgleich zu pflanzen.

Die Grünen hatten im Rahmen der Baum-Diskussion angeregt, Seniorenbegegnungsstätte und DRK-Heim in dem alten Postgebäude unterzubringen. Das wurde in der Ratssitzung am 18. Dezember beraten. Vertreter der Verwaltung argumentierten seinerzeit, dass sich das Gebäude nicht für diesen Zweck eigne. Das sei auch bereits geprüft worden, hieß es im Rat.

Wohnheim für junge Behinderte anstelle des jetzigen DRK-Heims

An der Stelle des jetzigen DRK-Heims ist ein Wohnheim für junge Menschen mit Behinderung geplant. Das soll auch so bleiben. Dazu steht in der Vorlage: „Wertkreis und die Gesellschaft für kommunales Haus und Wohnen werden aufgefordert, sich zeitnah verbindlich gegenüber der Stadt Verl zu der Errichtung eines Behinderten-Wohnheims auf der jetzigen DRK-Fläche zu äußern.“

Am Donnerstag, 7. Februar, wird das Thema in den Ausschüssen für Bauen, Planung und Umwelt sowie Bildung, Sport, Kultur und Generationen beraten. Am Donnerstag, 14. Februar, berät der Stadtrat in der Mensa des Schulzentrums über das Thema.

Baumbestand an der Österwieher Straße wird geschont

DRK-Heim und Seniorenbegegnungsstätte sollen räumlich getrennt werden. Als Grund steht in der Vorlage der Verwaltung, dass dann nicht so stark in den Baumbestand auf dem Grundstück an der Österwieher Straße eingegriffen werden muss. Die Verwaltung hat acht mögliche Standorte geprüft. Darunter auch den Bau von DRK-Heim und Seniorentreff auf der Volksbankwiese. Oder die Option, Behinderten-Wohnheim, Seniorenbegegnungsstätte und DRK-Heim am jetzigen Standort der Rotkreuzler zusammenzufassen. Dafür war das Grundstück jedoch zu klein. Auch mögliche Nachbargrundstücke rund um das DRK-Heim wurden geprüft. Die Pläne sind jedoch gescheitert, da die Preisvorstellungen der Eigentümer nicht mit denen der Stadt vereinbar waren.

Seniorentreff nur höchstens fünf Jahre am Marktplatz

Am Ende hat sich die alte Post am Marktplatz als geeignet herauskristallisiert. Die Stadt ist Eigentümerin des Gebäudes und kann Ende 2019 darüber verfügen. Irgendwann soll jedoch der Marktplatz neu gestaltet werden. Deshalb ist laut Vorlage die Unterbringung einer Seniorenbegegnungsstätte nur übergangsweise möglich. Zwischen zwei und fünf Jahre stehen zur Verfügung. In dieser Zeit soll eine andere Lösung für den Seniorentreff gefunden werden.

Auf dem umstrittenen Waldgrundstück an der Österwieher Straße soll nun das DRK-Heim mit einer Garage errichtet werden. Für den Erhalt der Bäume hatten Bürger im Dezember einen Antrag gestellt. Den bereit angefertigten Plänen zufolge ist das Gebäude ohne die Seniorenbegegnungsstätte nun kleiner. Deshalb bräuchten nur wenige und kleine Bäume gefällt werden. Eine ausreichende Zahl Parkplätze lasse sich zwischen die vorhandenen Bäume bauen. „Ein Großteil des Grundstücks könnte sogar durch weitere Baumpflanzungen aufgewertet werden“, heißt es in dem Schreiben der Verwaltung.

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