Verein will Hof Diekämper nicht räumen
Katzen sind derzeit im ehemaligen Hof Diekämper in Bornholte untergebracht. Der Verein Tiere in Not befürchtet nun, dass er das Gebäude räumen muss.

Es geht um die Pläne, aus dem ehemaligen Hof Diekämper einen Schulbauernhof und ein Freizeitzentrum zu machen. Die Idee war im Rahmen der Gespräche zum Dorfentwicklungskonzept Bornholte aufgekommen. Nächste Woche Mittwoch, 30. September, soll der Verein „Hof Diekämper – natürlich leben und lernen“ gegründet werden.

Sabine Walter und Elke Schierl stößt das sauer auf. „Wir werden großzügig ignoriert. Man tut so, als wenn es uns nicht gibt“, sagt Sabine Walter. „Wo sollen wir denn bleiben?“, fragt die Vorsitzende des 20 Mitglieder starken Vereins. Bisher habe niemand mit ihnen geredet. Aus der Zeitung hatten sie im März erfahren, dass sich auf dem Hof etwas tun soll. Daraufhin habe man bei der Stadt angefragt. Dort habe es geheißen, dass es keine konkreten Pläne gebe. Eine Auskunft, die nicht falsch ist.

Bisher ist es einzig eine Idee, den ehemaligen Hof umzugestalten. „Konkrete Gespräche zwischen den Gründungsmitgliedern und der Stadt als Eigentümerin des Gebäudes hat es bislang nicht gegeben“, teilt die Verwaltung mit. Daher wisse man auch nicht konkret, was passieren soll. „Auch eigene Überlegungen der Stadt, ob und wie der Hof in Zukunft anderweitig genutzt werden könnte, sind noch nicht abgeschlossen. Die Verwaltung wird mit allen Beteiligten (also dem Verein Tiere in Not und dem Hof-Diekämper-Verein) das Gespräch suchen“, schreibt die Stadt.

Mit dem Verein Tiere in Not hat die Stadt einen Nutzungsvertrag für das Gebäude geschlossen. Heißt: Es fließen keine Mietzahlungen. Die Stadt übernimmt die Kosten für Strom und Wasser. Dafür kümmern sich Sabine Walter und Elke Schierl um Tiere. Sie fahren zum Beispiel auf Höfe, wenn sie höhren, dass dort bis zu 20 Katzen leben. Sie sammeln sie ein und sorgen für eine Kastration. Die ist in Verl Pflicht, wird aber nicht immer ernst genommen. Reagiere man nicht, gingen die Tiere irgendwann auf Wanderschaft, so Elke Schierl.

Für die beiden Tierschützer ist klar: Sie wollen den Hof Diekämper, den sie seit zweieinhalb Jahren nutzen, nicht räumen. Der Verein Tiere in Not ist gegen das Projekt im Rahmen der Dorfentwicklung. „Auf so einem Schulbauernhof leben Tiere. Wer will sich den darum kümmern? Man könnte doch viel besser mit einem Landwirt kooperieren“, sagt Elke Schierl.

SOCIAL BOOKMARKS