Verl investiert zwei Millionen Euro
Aus drei Teilen besteht das neue Biomassekraftwerk: In der Halle links steht die Technik mit Kessel und Speicher. In der mittleren Halle lagert das Holz, das über einen Schubboden automatisch in Richtung Kessel befördert wird. Rechts wird eine Lagerhalle gebaut. So kann Holz für die Wärmeproduktion von vier Wochen gelagert werden.

Die Arbeiten liegen derzeit voll im Zeitplan, wie Winfried Egbringhoff, technischer Leiter des Versorgungs- und Bäderbetriebs, erklärte. Bis Ende August sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Danach wird weiter an der Technik gearbeitet. Ende September soll dann alles fertig sein. „Pünktlich zum Beginn der Heizsaison“, erklärt Egbringhoff beim Ortstermin. Zusammen mit Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) und Matthias Möllers, dem Kämmerer und Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs, machte sich Egbringhoff ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten.

Rund zehn Millionen Kilowattstunden im Jahr können mit dem Kraftwerk produziert werden. Damit können bis zu 500 Haushalte versorgt werden. Sollte die Nachfrage nach Wärme weiter steigen, kann ein zweiter Heizkessel eingebaut werden. Platz ist in der 9,50 Meter hohen Halle genug vorhanden. „Wir können bei Bedarf reagieren“, sagt Bürgermeister Paul Hermreck. Zunächst wird das aber nicht nötig sein. Die 100 Kunden, die die Stadt gewonnen hat, können mit dem nun installierten Kessel versorgt werden. „Wir sind überrascht über das positive Echo“, sagt Hermreck.

Bei den 100 Verträgen, die die Stadt abgeschlossen hat, handelt es sich aber nicht nur um Privatpersonen, die für ihr Einfamilienhaus Wärme von der Stadt beziehen. Auch das Gymnasium und das St.-Anna-Haus zum Beispiel werden angeschlossen. Sehr gut laufe auch der Abschluss von Verträgen entlang der Paderborner und Gütersloher Straße. Im Zug der Neugestaltung der Straße wird auch dort eine Fernwärmeleitung verlegt.

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