Verl und Sende erfüllen Quote nur knapp
Bild: Steinecke
Die 40-Prozent-Quote für den eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau durch die Deutsche Glasfaser wurde knapp erfüllt. (v. l.) Projektleiter René Fuchs, Wirtschaftsförderin Sandra Claes, Beigeordneter Thorsten Herbst und Bürgermeister Michael Esken.
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Während für die Ortsteile „Kaunitz (50 Prozent), Sürenheide (42) und Bornholte (40) die Zahl der notwendigen Anschlüsse erreicht wurde, kamen Verl und Sende nicht recht in Schwung. Zwischenzeitlich hieß es sogar, dass die Ortsteile rechnerisch Prozente abgeben könnten und das Vorhaben wie ein Projekt behandelt würde.

20 Verträge fehlen noch

Interessenten für den geförderten Ausbau müssen jetzt die Verträge mit der Deutschen Glasfaser schließen. Außer dem eigenwirtschaftlichen Ausbau übernimmt das Unternehmen auch den geförderten Ausbau. Wie berichtet, gilt der für alle Haushalte, deren Leitung mit Vectoring keine 30 Megabit erreicht. Knapp vier Millionen Euro Fördermittel stehen dafür zur Verfügung. 384 Gebäude mit 650 Haushalten werden angeschlossen. Das Glasfaserkabel wird jedoch nur bis an die Grundstücksgrenze gelegt. Der kostenlose Hausanschluss erfolgt nur, wenn ein Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abgeschlossen wird.

20 Verträge zwischen Kunden und dem Unternehmen fehlen für Verl und Sende zwar immer noch, doch Fuchs ist sicher, dass die noch abgeschlossen werden können. Sich Glasfaser kostenlos ins Haus legen zu lassen ist möglich, bis die Bauarbeiten in der jeweiligen Straße abgeschlossen sind. „Wenn der Bagger am Haus vorbeigefahren ist, ist Schluss. Dann kostet es mindestens 750 Euro“, so Fuchs.

Laut Fuchs gehen noch in diesem Jahr die ersten Kunden ans Netz. Bis Ende 2021 soll der gesamte Ausbau abgeschlossen sein. Die Bauzeit beträgt ein bis anderthalb Jahre.

Nach Auskunft des Beigeordneten Thorsten Herbst ist es dann möglich, dass 80 Prozent der Verler Haushalte mit Glasfaser versorgt werden können. In NRW liege die Quote im Schnitt bei sieben Prozent.

Suche nach Alternativen kann dauern

Doch auch die fehlenden 20 Prozent möchte die Verwaltung noch mit schnellem Internet versorgen. Das sind zum Beispiel Haushalte, die keine Verler Vorwahl besitzen, aber auf Verler Gebiet liegen. „Wir arbeiten an Lösungen“, sagt Herbst. Mit der Geschwindigkeit einer 200-Mbit-Leitung wird das aber wohl nicht gehen. Bürgermeister Michael Esken: „Da vergehen schnell zwei Jahre.“

Zwölf Wochen vor Weihnachten war mit der Kundenakquise in den Ortsteilen begonnen worden. Ende Januar hatte es zwei Infoabende für Verl und Sende gegeben. Je 400 Besucher hatten teilgenommen. In Verl erreichten der Ortskern 39 Prozent, Grünstraße 26 Prozent, Feldweg 44,5 Prozent und Verl West 41,8 Prozent. Sende kam auf 38,4 Prozent.

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