Verler Rauchmelder in Gold für Ölscheichs
Weiß, grau und für den arabischen Markt auch in Gold: Mit selbst entwickelten Rauchmeldern ist das Verler Unternehmen Mankeplast auf den Markt gegangen.

Dass ausgerechnet die mittelständische Firma aus der Ölbachstadt diesen Auftrag für sich gewinnen konnte, war mehr oder weniger Zufall, wie Geschäftsführer Karsten Manke einräumt. Seine Mutter Renate, die im Unternehmen kaufmännisch tätig ist, lernte eine Mitarbeiterin der Firma Pyrexx aus Berlin kennen. Beim Plauschen erzählte die Mitarbeiterin, dass ihr Chef einen Spezialisten für Kunststoffteile suche.

So bahnte sich der erste Kontakt zwischen den Firmen an. Nach einem ersten, erfolgreich abgewickelten Auftrag einigte man sich darauf, gemeinsam einen neuartigen Feuermelder zu entwickeln. Die bisher aus China bezogenen Melder hatten ihre Schwächen und auch die Lieferzeiten wurden immer länger. Der neue Rauchwarnmelder sollte langlebiger, kleiner und technisch anspruchsvoller sein. Mankeplast und Pyrexx stellten ein Team aus mehreren Unternehmen zusammen, zu denen unter anderem ein Elektronikentwickler aus Bielefeld gehört.

Zwei Jahre hat die Entwicklung gedauert

Zwei Jahre hat die Entwicklung gedauert. 26 Prüfungen musste der PX-I durchlaufen, bis die ersten Geräte über den Dienstleister Pyrexx an Wohnungsbauunternehmen, zum Beispiel die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (BGW), geliefert werden konnten. Am Ende drohte der angepeilte Verkaufsstart zu platzen,

2012 feiert die Firma ihr 30-jähriges Bestehen. Die Gebäude an der Stahlstraße wurden 1992, zehn Jahre nach der Gründung, gebaut. Karsten Manke rückte 2004 zu seinem Vater Wolfgang Manke in die Geschäftsführung auf. Heute beschäftigt Mankeplast 21 Mitarbeiter, von denen 5 zur Familie gehören.

weil das Prüfunternehmen VDS keine kurzfristigen Termine mehr vergeben konnte. Kurzerhand brachte Pyrexx einen Prüfer aus Süddeutschland mit dem Tüv Nord zusammen. Jetzt tragen die Geräte sogar ein Tüv-Siegel.

Vor allem die einfache Montage über Magnetplatten sowie eine zwölfjährige Garantie gaben Manke zufolge für die meisten Käufer den Ausschlag, sich für den PX-I zu entscheiden. Allein im ersten Jahr baute Pyrexx 460 000 Geräte. „Sollte die Erfolgsgeschichte von Mankeplast in diesem Tempo weitergehen, müssen wir womöglich bald anbauen“, sagt Geschäftsführer Karsten Manke. Fläche wäre vorhanden: Neben den Betriebsgebäuden an der Stahlstraße liegt eine Wiese, die bereits dem Unternehmen gehört.

Mankeplast ist noch in vielen weiteren Branchen tätig. So liefern die Verler Teile für Rollläden, Maschinen sowie Sanitäranlagen und produzieren Brillen für einen Gütersloher Designer. Nur auf die Autoindustrie hat Mankeplast bisher keinen Fokus gelegt. Vielleicht auch deshalb hat das Familienunternehmen die Wirtschaftskrise kaum gespürt. Als Vorteil wertet Geschäftsführer Karsten Manke auch die überwiegend deutschen Zulieferer.

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