„Verler See ist kurz vor dem Umkippen“
Bild: Steinecke
Still ruht der See: Die Wasserqualität des Verler Sees ist nach Ansicht der Experten des Büros Ökoplan miserabel. Es fehlen Flachwasserzonen. Nun soll ermittelt werden, wie das Gewässer künftig genutzt werden kann. Ein Badesee wird es aber nicht werden.
Bild: Steinecke

 „Wie schlimm ist es?“, fragte Helmut Kaltefleiter, sachkundiger Bürger von der CDU. „Die Wasserqualität ist chemisch schlecht bewertet“, erklärte Jennifer Kerkhoff von Ökoplan. Die Aussage trifft auch auf das Grundwasser zu. Und wer hat Schuld? Kerkhoff: „Die Landwirtschaft. Es gibt einen hohen Phosphat- und Nitriteintrag durch Düngemittel.“ Der hohe Grundwasserspiegel begünstige den Vorgang, da die Felder entwässert werden müssten, um sie zu bewirtschaften. Erschwerend komme hinzu, dass der See mit seinen steilen Uferzonen ohne nennenswerte Flachwasserzonen einen für die Wasserqualität auf Dauer wenig förderlichen Badewannen-Charakter aufweise.

Der Verler See wird momentan vom Angelverein, rund zehnmal im Jahr von der DLRG für Tauchübungen, einmal im Jahr zum Schwimmen für den Triathlon-Wettbewerb und hin und wieder von den Wasserwanderfreunden mit ihren Booten genutzt.

„Im Moment kann ich wenig dazu sagen. Aber die schlechte Grundwasserqualität hat mit wirklich überrascht“, erklärt Karl Berg, Vorsitzender des Verler Angelvereins.

Nun stellt sich eine Frage: Ist der See eigentlich noch zu retten? Im Prinzip ja. Das Problem ist der geringe Wasseraustausch. Außerdem sind die Ufer sehr steil. Flachwasserbereiche existieren kaum. Doch die sind wichtig für die Wasserqualität.

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