Volksbank zieht positive Bilanz
Bild: Bitter
Der scheidende Vorstandsvorsitzende der Volksbank Delbrück-Hövelhof, Franz Lipsmeier (links), bedankt sich bei Gastredner Professor Dr. Guido Knopp mit einem Weinpräsent.
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Der Vorsitzende des Leitungsgremiums, Franz Lipsmeier, scheidet zum 31. Dezember altersbedingt nach 34 Jahren Vorstandstätigkeit insgesamt aus. Für Ralf Eifert beginnt der Ruhestand am 1. Dezember.

Bläser des Musikvereins Verl begleiteten die Abschiedssymphonie in der bis auf wenige Tische voll besetzten Ostwestfalenhalle. Die Veranstaltung leitete der neue Aufsichtsratsvorsitzende (seit der Vertreterversammlung am 2. Juni), Josef Dresselhaus aus Kaunitz. An jenem Tag waren auch die Entscheidungen über den Jahresabschluss 2015 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Prüfer und die Gewinnverwendung gefallen.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Verl, Heribert Schönauer, empfand als Kämmerer einen gesteigerten Wohlfühlfaktor „in der Nähe des Geldes“. Den Zusammenschluss mit der Volksbank Kaunitz, juristisch vollzogen am 14. Juli 2015, nannte Schönauer richtig, weil darüber nicht aus Schwäche, sondern aus der Kraft heraus entschieden worden sei. An die Mitglieder gewendet, meinte er: „Sie sind beteiligt an einem Institut, das sich keine Zeitgeist-Eskapaden geleistet hat. Verl braucht Unternehmen wie diese Volksbank.“ Die regionale Stärke ist unser Erfolg“, hob Josef Dresselhaus hervor und stellte in einer Zeit ohne Zinsgewinne die Rendite von 5,9 Prozent auf die Geschäftsanteile der 1761 Bankteilhaber heraus.

Der Vorstandsvorsitzende Franz Lipsmeier unterstrich, dass die Einlagen der Volksbank gesichert seien, auch über 100 000 Euro hinaus. Er bedauerte, dass die traditionelle Haupteinnahmequelle des Geldinstitutes, die Zinsen, aufgrund der Nullzinspolitik der europäischen Zentralbank von Jahr zu Jahr dahin schmelze. Die Volksbank Delbrück-Hövelhof selbst müsse bereits ab August für Einlagen bei der Zentralbank Negativzinsen zahlen. Lipsmeier: „Wie lange es uns gelingt, unsere Sparer davon zu verschonen, kann ich nicht sagen.“ An die Schließung einer der zwölf Geschäftsstellen, darunter Kaunitz und Westerwiehe im Kreis Gütersloh, sei nicht gedacht. Nach dem bisherigen Geschäftsverlauf hält er vier Prozent Dividende für 2016 für realistisch.

Vorstandsmitglied Jörg Horstkötter nannte Zahlen für 2015. Das Gesamtkreditvolumen belief sich einschließlich vermittelter Hypothekendarlehn auf 538 Millionen Euro (plus 5,5 Prozent). Die Bilanzsumme der Fusionsbank weitete sich um vier Prozent auf 600 Millionen Euro aus, während die bilanziellen Kundeneinlagen um 8,9 Prozent auf 500 Millionen Euro wuchsen.

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