Vollsperrung nach Unfällen auf der A2
Bild: Eickhoff
Bei mehreren Unfällen auf der A2 sind am Dienstag vier Menschen verletzt worden.
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Zunächst hatte es gegen 8.33 Uhr auf Verler Stadtgebiet kurz hinter der Brücke der Feuerbornstraße zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Süd und Gütersloh einen Unfall gegeben. Der Fahrer (49) eines Ford-Transit aus Dortmund hatte den Rückstau aufgrund der Baustelle im Bereich des Parkplatzes Heideplatz (Verl-Sürenheide) nicht rechtzeitig bemerkt und war auf das Heck eines 40-Tonnen Sattelzuges aus Polen geprallt.

Feuerwehr geht von eingeklemmter Person aus

Der Fahrer des Transporters sowie sein Beifahrer wurden dabei leicht verletzt. Die Notrufmeldungen hörten sich nach Angaben von Feuerwehr-Wacheiter Dirk Thoeren (Wache Süd) zunächst wesentlich dramatischer an. In den Notrufen war von einer eingeklemmten Person berichtet worden, an der Unfallstelle bestätigte sich das aber nicht. Der Fordfahrer und sein aus Polen stammender Beifahrer mussten mit leichten Blessuren ins Krankenhaus eingeliefert werden, der 37-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

Schnell staute sich der Verkehr weit zurück. Zwischen Bielefeld-Sennestadt und dem Kreuz mit der A33 kam es etwa eine Stunde später dann zum einem zweiten Unfall. Wie die Polizei vor Ort mitteilte, wollte der Fahrer eines Zwölf-Tonners vor Staubeginn noch von der rechten auf die mittlere Spur wechseln. Gleichzeitig scherte ein Auto von links ebenfalls auf die mittlere Spur ein.

Christoph 13 landet auf der Autobahn

Der Lkw-Fahrer (57) aus Schwerte versuchte eine Kollision mit dem Pkw zu verhindern, indem er wieder auf die rechte Spur zurück lenkte. Doch durch den Stau war dort kein Platz mehr. Das Fahrzeug eines Blumenhandels aus Unna prallte mit der vorderen rechten Front ins Heck eines Zwölf-Tonners aus Leopoldshöhe, beide Fahrzeuge kamen knapp 150 Meter später erst nebeneinander auf der rechten beziehungsweise mittleren Spur zum Stehen.

Weil auch in diesem Fall zunächst ein eingeklemmter Fahrer gemeldet wurde, eilten die Feuerwehrleute der Wache Süd sowie der Löschabteilungen Senne und Sennestadt wiederum auf die Autobahn. „Wir waren gerade erst von dem vorausgegangenen Einsatz wieder am Standort“, berichtete Dirk Thoeren weiter. Unter anderem landete der Rettungshubschrauber Christoph 13 auf der Autobahn, für den Notarzt gab es aber nicht viel zu tun. Die Rettungskräfte konnten wiederum schnell Entwarnung geben. Auch bei diesem Unfall verletzten sich die beiden Lkw-Fahrer minimal.

Notarzt muss Verursacher behandeln

Die linke Spur der Autobahn 2 in Richtung Dortmund war die meiste Zeit frei. Trotzdem kam es zu Rückstaus von bis zu zehn Kilometern. Ab 12 Uhr war die Unfallstelle geräumt, alle Spuren wieder frei. Gegen 14 Uhr kam es dann zwischen dem Rastplatz Niedergassel und der Bielefelder Straße in Verl im Rückstau vor der Baustelle zu einem weiteren Auffahrunfall auf dem rechten Fahrstreifen.

Ein Lkw-Fahrer hatte die Situation zu spät erkannt, fuhr auf den vor ihm stehenden Lastwagen auf und schob diesen noch auf einen weiteren Lkw. Der vermeintliche Unfallverursacher wurde dabei verletzt, er wurde an der Unfallstelle notärztlich behandelt und anschließend ins Krankenhaus transportiert. Auch dort musste die Autobahn voll gesperrt werden.

Der nächste Unfall auf Verler Stadtgebiet folgte gegen 16 Uhr – auf der Gegenfahrbahn. Nach Informationen der Polizei prallte der Fahrer (24) eines Mazda aus Rheda-Wiedenbrück auf der rechten Fahrspur in Richtung Hannover auf einen Seat Ibiza einer 21-Jährigen aus Lippstadt. Anschließend schleuderte der Mazda noch gegen einen VW Passat und einen Schulbus. Dabei wurden die Fahrer des Mazda und des Seat leicht verletzt. Die Fahrgäste des Busses blieben unverletzt. Auch dort musste die Fahrbahn komplett gesperrt werden, die Fahrzeuge stauten sich auf einer Länge von mehr als zehn Kilometern – auch zusätzlich auf den Nebenstrecken.

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