Weiterer Baustein für Kinderhospiz
Bild: von Stockum
Aufmerksam verfolgten die Sechstklässler und Lehrerin Gisela Dreismann die Ausführungen zur Konzeption des Kinderhospizes in Bethel.
Bild: von Stockum

Damit das gelingt, haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in den vergangenen Monaten kräftig ins Zeug gelegt. 6,89 Millionen Euro braucht es zunächst, damit das Kinderhospiz auf ein solides Fundament gestellt werden kann. Die Bauarbeiten haben schon längst begonnen, und ein Blick auf das Spendenbarometer zeigt, dass die Initiatoren auf eine breite Unterstützung zählen können. Etwa 4,5 Millionen Euro sind bereits zusammengekommen. Auch dank der Gymnasiasten, die am Donnerstag einen Scheck in Höhe von mehr als 2000 Euro an die Verantwortlichen aus Bethel überreichten. Als Anerkennung bekamen sie kleine Tonblöcke mit einem eingeprägten „Danke“, die Bausteine symbolisieren sollen.

2060 Euro sind zusammengekommen

600 Euro Preisgeld hat die Klasse 6 b von ihrem Auftritt beim „Tigerenten-Club“ des SWR („Die Glocke“ berichtete) mit nach Hause gebracht. Um die Summe noch ansehnlicher zu machen, zogen die Schüler anschließend los und sammelten in der Verler Geschäftswelt sowie bei Banken und Sparkassen. 200 machte allein Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) aus der Stadtkasse locker, 400 Euro die Schülervertretung (SV) des Gymnasiums. Alles in allem zählte die Klasse am Ende 2060 Euro, die in den Außenbereich des Kinderhospizes investiert werden sollen. Dort möchten die Verantwortlichen einen Gedenkgarten für die verstorbenen Mädchen und Jungen errichten. Es gab am Donnerstag überhaupt keine Diskussion darüber, ob sich die Gymnasiasten den Komplex nach der Fertigstellung einmal ansehen möchten – sie wollen ausnahmslos. Bereits im Herbst sollen dort die ersten Gäste einziehen.

Mitarbeiter nehmen kein Blatt vor den Mund

Mucksmäuschenstill war es, als Vertreter des Projekts den Mädchen und Jungen aus der 6 b, Klassenlehrerin Gisela Dreismann und SV-Mitgliedern die Konzeption erläuterten. Welche Krankheiten haben die Kinder? Wie groß sind die Zimmer? Wie lange darf man dort bleiben? Unternehmen Sie auch Ausflüge mit den Patienten? Fragen, die den Sechstklässlern unter den Nägeln brannten. Bethel-Mitarbeiterin Birgit Kirchner nahm kein Blatt vor den Mund, sprach über sterbenskranke Kinder, Eltern, die das Ganze nicht verkraften und die Situation der Geschwister, die auch „Schattenkinder“ genannt werden.

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