Wenn eine Partei mit sich zufrieden ist
Bild: Ackfeld
Verdiente Mitglieder wurden im Rahmen des Neujahrsempfangs ausgezeichnet: (v. l.) der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Matthias Humpert, Annemarie Lükewille, Josef Ortjohann, Ursula Esken, Johannes Rempe, Annette Meyer-to-Krax, Ferdinand Hollenhorst, Hedwig Stickling, Elisabeth Wester-Ebbinghaus, Anke Hollenhorst und der stellvertretende Kreisvorsitzende Robin Rieksneuwöhner.
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„Verl geht es gut“, sagt Matthias Humpert, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands, angesichts hoher Gewerbesteuereinnahmen, enormer Rücklagen, einer niedrigen Arbeitslosenquote und einer steigenden Geburtenrate in der Stadt. Und dennoch gibt es noch etwas zu tun.

„Die Gesamtschule macht sich nach Startschwierigkeiten gut“, so Matthias Humpert. Die Union will für alle Schulen optimale Rahmenbedingungen schaffen. Eine Forderung, die vermutlich SPD, Grüne, FWG und FDP glatt unterschreiben würden.

Das Andocken des Mint-Technikums an das Schulzentrum werde ein Thema in diesem Jahr sein, so Matthias Humpert. Derzeit hat die Einrichtung Räume in der ehemaligen Taschenfabrik Held am Papendiek gemietet. Im Zuge des Umbaus der Gesamtschule könnte aber im Schulzentrum Platz für die Einrichtung geschaffen werden, in der Schüler für Themen im Bereich Mint begeistert werden sollen.

Und dann kündigt Matthias Humpert beim Neujahrsempfang in der Zentrale des Pflegebettenherstellers Bock etwas nebulös für 2018 noch dieses Thema am: die verkehrliche Entlastung der Paderborner und Gütersloher Straße im Verler Zentrum. Was damit genau gemeint ist, wollte der Stadtverbandsvorsitzende auf Nachfrage nicht verraten.

Bürgermeister Michael Esken ging auf das Thema nicht ein. Er stellte allgemein klar, dass Verwaltung und Politik das Gemeinwohl im Blick behalten müssten und sich nicht nur durch laute Stimmen Einzelner leiten lassen dürften. „Nicht wer am lautesten schreit, bekommt recht. Entschieden wird, was am besten für die Stadt ist“, sagte der Verwaltungschef in seiner Ansprache.

Michael Esken sieht das Rathaus mit ihm, dem Ersten Beigeordneten Heribert Schönauer und dem Beigeordneten Thorsten Herbst an der Spitze gut aufgestellt. „Wir sind ein Team, das sich gefunden hat. Wir diskutieren intern hart in der Sache. Wenn wir dann aber nach außen treten, passt kein Blatt zwischen uns“, erklärte Michael Esken. Und auch die Zusammenarbeit mit der CDU-Fraktion sei sehr gut, so das Stadtoberhaupt.

 Das ist wohl der Hauptgrund für die allgemeine Zufriedenheit. Die Union hat ihre Selbstsicherheit wiedergefunden. Matthias Humpert warb dafür, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Schließlich gehe es Deutschland so gut wie noch nie. Und der CDU in der Ölbachstadt so gut wie lange nicht.

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