„Wir müssen uns was einfallen lassen“
Bild: Ibeler
Das kam gut an: Suppe statt Pommes oder Pizza: (v. l.) Svenja Heinrich, Dennis Drewitz, Chris Merschhemke und Sabrina Heinrich bei der Kirchennacht in Verl.
Bild: Ibeler

„Halloween is out – Church Night is in“ lautet seit einigen Jahren das Motto der evangelischen Kirchengemeinde in Verl. Statt Halloween-Party bietet sie am Reformationstag eine Kirchennacht mit Programm und Übernachtung an. Die Resonanz aber hält sich in Grenzen. Am Samstagabend waren nur 20 Jugendliche in die Erlöserkirche gekommen. „Viel zu wenig“, stellte Organisatorin und Diakonin Jutta Witte-Vormittag fest. Unter dem engagierten Helferteam machte sich etwas Enttäuschung breit.

Die Churchnight ist ein Modellprojekt der evangelischen Kirchen in ganz Deutschland. Seit 2006 beteiligen sich immer mehr Gemeinden an dem Ausbau des Veranstaltungsnetzwerks. Ziele sind: Reformen anstoßen, Identität stärken, Neugier wecken und das Image verbessern. „Wir müssen uns für das nächste Jahr etwas anderes einfallen lassen“, sagte Jutta Witte-Vormittag entschieden. Aber: „Martin Luther hat auch nie aufgegeben“, so die engagierte Gemeindemitarbeiterin.

Lutters Wirken stand im Mittelpunkt des informativen und unterhaltsamen Programms, das die jungen Gläubigen sichtlich genossen. Zum Auftakt hatten die Organisatoren den Kirchenraum in einen Veranstaltungssaal mit Stehtischen, großer Leinwand mit Beamer und Stellwand umgewandelt. In einer Andacht ließen die Teilnehmer das Leben Martin Luthers noch einmal Revue passieren. Dabei wurde der Reformator nicht nur als Prediger und Theologe wahrgenommen, sondern auch als Ehemann und Familienvater.

Zum anschließenden Abendprogramm gehörten Aktionen zum Thema „Dein Bild“. Eine große Herausforderung stellte die Darstellung von Bibelsprüchen mit Hilfe von Verkleidungsgegenständen wie Hut oder Schirm dar. Ein lustiger Spruch des Reformators sorgt für strapazierte Lachmuskeln: „Ihr rülpset und pupset nicht. Hat es euch nicht geschmeckt?“

Zu den Aktionen gehörte auch das Bearbeiten von Specksteinen. Dort konnten die Teilnehmer eigene Glaubenssymbole entwerfen und gestalten. Eine Gruppe schrieb unter dem Titel „Bild dir deine Meinung“ für den Sonntagsgottesdienst eine Zeitung, die an die Besucher verteilt wurde.

SOCIAL BOOKMARKS