Wird St. Anna ein zweites Limburg?
Bild: Ibeler
Partystimmung beim Karneval in Sürenheide.
Bild: Ibeler

„Da haben wohl einige Frauen ihr Problem mitgebracht, oder?“ Unter der Überschrift „Wat für’n Theater“ gab es in der Tat reichlich Theater und gute Laune. Rund 150 – zum Teil verkleidete – Närrinnen genossen Sketche und Tanzdarbietungen. Dazwischen sorgten Wolfgang Schubert und Helmut Kosfeld für musikalische Schunkelrunden. Die Vorstandsfrauen waren zur Begrüßung in Charleston-Kostümen einmarschiert. „Gleich wird es lustig, das wird euch gefallen“, versprach die Vorsitzende Hildegard Seppler.

Und sie behielt Recht. Die Theaterfrauen unter der Leitung von Doris Schnathmann jagten eine Rakete nach der anderen in den Jeckenhimmel. Zeitweise flossen im Publikum sogar Lachtränen. Zum Beispiel, als der Pfarrer mit einer Nonne auf einer Berghütte übernachten musste. Was passierte, als der Geistliche der fröstelnden Ordensschwester den Vorschlag machte, sich – weil es doch niemand merke – wie ein Ehepaar zu verhalten, wird an dieser Stelle nicht verraten. Heute Abend findet schließlich noch eine zweite Veranstaltung statt – wie die erste war sie ruckzuck ausverkauft.

Chyara, Fabienne, Lilli, Jule und Fine von der Kindertanzgruppe unter der Leitung von Stefanie Edenfeld erfreuten die Frauen mit einem Regenschirmtanz. Etwas früher als geplant kam die Tanzgruppe „Thirty up“ der katholischen Frauen aus Verl auf die Bühne. Sie legte eine fetzige und sportliche Matrosen-Show aufs Parkett, die die Besucherinnen ansteckte: Sie hakten sich stehend unter und sangen die Faschingslieder vom Plattenjockel, wie sich Wolfgang Schubert selbst bezeichnete, kräftig mit.

Lokalkolorit bekamen die Gäste natürlich auch geboten – als Tratsch vom Acker. „Warum kommen denn die Verler jetzt zum Beten nach Sürenheide?“, hieß es da unter den sehenswert verkleideten Bäuerinnen mit nostalgischen Hüten. „Die baun da chanz lange wat in der St.-Anna-Kirche. Wenn dat ma nich noch teurer als in Limburg wird“, mutmaßten sie.

Zum Finale der Veranstaltung kamen alle Theaterspielerinnen gemeinsam auf die Bühne. Den verdienten Applaus nahmen Gisela Berenbrinker, Gertrud Edenfeld, Berni Hermreck, Anita Jakobfeuerborn, Irene Kletzin, Hannelore Pähler, Andrea Rempe, Christel Roggenkamp, Doris Schnathmann, Katy Schumacher, Sabine Stickling und Claudia Wiesrecker entgegen.

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