Wohlfühlbereich für Familien entsteht
Bilder: Bochen/Wikipedia
Im Mineralfreibad Oberes Bottwartal in Baden-Württemberg gibt es ein Kinderbecken, das dem ähnelt, das in Verl gebaut werden soll. Am Meierhof sollen allerdings nur zwei Becken für Kleinkinder entstehen – und nicht wie im Bild drei. Aber sie sollen auch durch eine kleine Rutsche verbunden werden.
Bilder: Bochen/Wikipedia

Erste Ergebnisse werden aber schon im nächsten Jahr sichtbar sein. Die Ziele der Stadtverwaltung: Noch familienfreundlicher soll das Bad daherkommen, das in diesem Jahr 140.000 zahlende Besucher genutzt haben. Eine Übersicht über die Maßnahmen, die das Büro Freiraumplanung Wolf am Mittwoch im Betriebsausschuss vorgestellt hat.

Kleinkinderbereich: Das ist das Areal, das am deutlichsten verändert werden soll. Das bisher triste Kinderbecken wird komplett neugestaltet. „Familien sollen dort den ganzen Tag verbringen können und sich wohlfühlen“, sagte Planer Peter Böwingloh. Zwei Edelstahlbecken sollen neu errichtet werden – mit jeweils unterschiedlicher Wassertiefe, damit wirklich alle Kinder planschen können. Zwischen den beiden Becken soll eine kleine Rutsche installiert werden, die „auch schon die ganz Kleinen nutzen können“, so der Mitarbeiter des Rietberger Büros Wolf. Und dann soll es deutlich mehr Spielzeug im Becken geben. Eine Schlange, die Wasser spritzt, zum Beispiel oder eine kleine Rutsche in Elefantenform. Am Rand: Betonquader, auf denen Eltern sitzen und ihrem Nachwuchs beim Spielen zuschauen können. Das vor Jahren installierte Sonnensegel soll bleiben. Passt es nicht mehr, soll es an eine andere Stelle im Bad versetzt werden. Dann erhielte das Kinderbecken einen neuen Sonnenschutz. Direkt nebenan soll der Sandspielbereich entstehen. Und zwar auf der Seite in Richtung Schwimmerbecken. Kompakt und für Eltern gut überschaubar sollen Becken und Spielbereich angelegt werden. Ausgebaut werden soll im Sandkasten der Matschbereich. Die Spielgeräte sollen in diesem Bereich künftig konzentriert werden. Im Übergang zur Liegewiese werden Sitzstufen angelegt, die einerseits das Areal einfassen und andererseits Eltern eine Sitzgelegenheit bieten. Denkbar ist auch die Schaffung eines kleinen Trampolins. Fünf Picknick-Plätze soll es in der Nähe geben. Die Tische werden aber fest im Boden verankert. „Das ist unerlässlich. Ansonsten finden wir sie irgendwann morgens im Schwimmerbecken wieder“, sagte der Leiter des Fachbereichs Schule, Sport und Kultur, Dirk Hildebrandt. Diese Maßnahmen, Kinderbecken und Sandspielbereich, sollen zwischen September 2019 und April 2020 umgesetzt werden.

Sportbereich: Das Beachvolleyballfeld soll neu eingefasst werden. Direkt nebenan soll das Fußballfeld mit Kleintoren angelegt werden. Und dann soll im hinteren Bereich des Freibads auch noch Platz für die Tischtennisplatten sein. „Ein Bereich für Jugendliche“, sagte Planer Peter Böwingloh am Mittwochabend im Betriebsausschuss. Mittendrin in diesem Areal soll eine lange Bank aufgestellt werden, auf der man auch mal ein Handtuch ausbreiten kann, um sich hinzulegen. Das Sitzen auf unterschiedlichen Ebenen wäre denkbar. Loungebänke – so nannte der Planer sie. Zum Start in die Badesaison 2019 soll diese Maßnahme umgesetzt werden.

Rutsche: Am Schwimmerbecken soll eine neue Rutsche aufgestellt werden. Und zwar eine sogenannte Breitrutsche. „Die lässt sich gut integrieren und ist ein echter Hingucker“, sagte Peter Böwingloh. Und das gute Stück lässt sich schon im nächsten Frühjahr installieren.

Wege und Plätze: Das Pflaster ist 40 Jahre alt. Und das sieht man ihm nach Meinung von Planer Peter Böwingloh auch an. Es soll komplett erneuert werden – und zwar nach Ende der Badesaison 2021.

Rad- und Gehweg: Das Areal vor dem Freibad soll neu geordnet werden. So soll der Geh- und Radweg verbreitert werden. Der Bus soll künftig auf der Straße halten. Beginn dieser Maßnahme: September 2020. Fahrradständer: Die Speichenkiller, wie Planer Peter Böwingloh sie nannte, sollen verschwinden. Anlehnbügel sind stattdessen vorgesehen. Insgesamt 360 Fahrradstellplätze soll es künftig geben – etwas mehr als bisher. Im Frühjahr 2019 soll der erste Teil dieser Maßnahme umgesetzt werden.

Parkplätze: Der letzte, für 2022/23 geplante Bauabschnitt. Der Stellplatz nördlich des Haupteingangs soll erweitert werden. Insgesamt wird die Zahl der Parkplätze verdoppelt. Möglich ist das, weil die Böschung zum Biomassekraftwerk abgetragen wird. Die Schotterfläche dahinter soll befestigt werden. Und dann wird ein halber Meter vom Bolzplatz abgeknapst. 117 Stellplätze gibt es künftig insgesamt. Die Zufahrt zum Kraftwerk wird dafür um ein paar Meter verlegt.

Weitere Maßnahmen: Das Mobiliar wird erneuert. Derzeit gibt es viele unterschiedlich Bänke. Künftig soll es nur noch ein Modell geben. Die Mülltonnen, die bisher wenig schmuck einfach in der Gegend stehen, sollen eingehaust werden. Das schafft Ordnung und sieht auch noch besser aus.

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