Wohnmobilverkauf ist bisher nicht erlaubt
Archivbild: Steinecke
Einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans haben die Eigentümer der Grundstücke an der Waldstraße 7 und 9 gestellt. Dort sind das Camping-Kaufhaus mit angeschlossenem Wohnmobil-Zentrum ansässig.
Archivbild: Steinecke

Sie haben einen Antrag an die Verwaltung gestellt, den Bebauungsplan der Grundstücke zu ändern. Damit dürften die Wohnmobile dort künftig nicht nur wie bisher ausgestellt, sondern auch verkauft werden. Die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, die das nächste Mal am Donnerstag, 16. Januar, ab 18.30 Uhr im Rathaus tagen, sollen nun entscheiden, ob ein neuer Bebauungsplan für die entsprechenden Grundstücke aufgestellt wird.

Es gibt Ausnahmen

Hintergrund des Antrags sei laut Vorlage die Erwirkung der bisher nicht zulässigen Einzelhandelsnutzung hinsichtlich einer Verkaufsmöglichkeit von Kraftwagen und sonstigen Fahrzeugen wie zum Beispiel Wohnmobilen und Wohnwagen. Der jetzige Bebauungsplan besagt, dass in dem Gewerbegebiet keine Einzelhandelsbetriebe zulässig sind, die ihre Waren an letzte Verbraucher verkaufen. Ausgenommen von der Regelung sind laut Vorlage Großhandelsbetriebe, Verkaufsstellen des Handwerks und produzierenden Betriebe.

Voraussetzung dafür ist, dass das angebotene Sortiment aus eigener Herstellung auf dem Betriebsgrundstück stammt oder in Zusammenhang mit den dort hergestellten Waren steht. Zudem muss die Verkaufsfläche dem Betrieb zugeordnet und in Grundfläche sowie Baumasse untergeordnet sein.

Der Verkauf von Kraftwagen und sonstigen Fahrzeugen wie Wohnmobilen und Wohnwagen auf den entsprechenden Grundstücken an der Waldstraße ist demzufolge derzeit nicht zulässig. „Möglich ist im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans nur die Ausstellung von Fahrzeugen“, heißt es in der Vorlage weiter.

Verwaltung sieht Änderung positiv

Aus Sicht der Verwaltung stehe dem Verkauf von Kraftfahrzeugen sowie Wohnmobilen und Wohnwagen mit Blick auf das Einzelhandelskonzept Stadt Verl nichts entgegen. Ihre Begründung: Bei den angebotenen Waren handele es sich „um ein nicht zentrenrelevantes Sortiment“. Außerdem sei dies ein Fall von atypischem Einzelhandel, argumentiert die Stadtverwaltung.

Im Rahmen ihrer Beratung sollen die Ausschussmitglieder jetzt entscheiden, ob ein Bebauungsplan mit dem Ziel, die Einzelhandelsnutzung in Teilen des Gewerbegebiets zuzulassen und diese langfristig besser steuern zu können, aufgestellt wird.

SOCIAL BOOKMARKS