1,3 Prozent der Schüler ohne Abschluss
Mit völlig leeren Händen stehen 1,3 Prozent der Jugendliche im Kreis Warendorf zurzeit da, wenn sie ihre Schullaufbahn beenden. Das sind die schlechtesten Voraussetzungen für den Start ins Berufsleben.

Letzte Chance für sie sind die Förderschulen – aber 1,3 Prozent aller Schulabgänger stehen zum Schluss mit völlig leeren Händen vor einem Berg von Problemen. In absoluten Zahlen für den Kreis ausgedrückt waren es 2009 54 Jugendliche und 2010 49, wobei sich die Zahl der Mädchen der der Jungen inzwischen angenähert hat. Statistisch lassen sich durchaus kommunale Unterschiede feststellen. Rund 50 Prozent der abschlusslosen Jugendlichen in den beiden vergangenen Jahren findet man in Ahlen, ein anderer Schwerpunkt ist Oelde (elf in 2010). Während in vielen der 13 Kommunen im Kreis ein oder zwei Fälle registriert worden sind, können Beelen, Everswinkel, Sassenberg und Warendorf darauf verweisen, dass in ihrem Einzugsgebiet jeder Schüler ein Lernziel erreicht hat. In Sassenberg und Beelen hat jedes Kind sogar auch mindestens den Hauptschulabschluss bekommen. Die Gründe für das Nichterreichen der schulischen Anforderungen sind vielschichtig – von der ausgeprägten Lernschwäche bis zur inneren Verweigerung der Heranwachsenden. Die Probleme, die sich daraus ergeben, setzen sich nach der missglückten Schullaufbahn häufig bei den Bemühungen um einen Arbeitsplatz fort.

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