17 familienfreundliche Unternehmen
Bild: Kraneburg
Das FAMM-Siegel erhielten 17 Unternehmen aus dem Kreis Warendorf. Dazu gratulierten die Stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider, Landrat Dr. Olaf Gericke sowie der Bundestagsabgeordnete und Ideengeber, Karl Schiewerling, am Montag auf Haus Nottbeck in Stromberg.
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Diese mittelständische Unternehmen haben nachweislich Strukturen in ihren Arbeitsablauf integriert, die es Familien und insbesondere Frauen ermöglichen, beispielsweise Berufstätigkeit und Kinder miteinander zu vereinbaren – oder als ähnliche Zeitkonstellation Beruf und Pflege von Angehörigen.

Zertifizierte Unternehmen aus dem Kreis Warendorf sind: Bernd Münstermann GmbH & Co. KG aus Westbevern, die CAE Engineering und Service GmbH aus Beckum, die E.T.L. GmbH aus Telgte, die Gemeindeverwaltung Ostbevern, die Göcking Konstruktion GmbH aus Oelde, die Komtax GbR aus Warendorf, „Kranz engineering“ aus Stromberg, die Kreisverwaltung Warendorf, die Metallwerke Renner GmbH aus Ahlen, die „MMe“ - Entwicklung, Fertigung und Service GmbH aus Enniger, das Modehaus Ebbers aus Warendorf, Radio WAF, das Ringhotel Bomke aus Wadersloh, die Senger Consulting Wirtschafts- und treuhand GmbH aus Ennigerloh, die Tischlerei Hans Stumpe - Röwekamp & Stumpe GbR aus Telgte, die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf und die Volksbank Oelde-Ennigerloh-Neubeckum.
„Das ist eine harte wirtschaftliche Herausforderung“, sicherte NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider dem Projekt auch weiter die Unterstützung des Landes zu. Schon lange sei nicht mehr das Ruhrgebiet die Wirtschaftskraft Nummer eins der Region in NRW, sondern es seien die vielen mittelständischen Unternehmen im Münsterland, in Ost- und Südwestfalen. Und so rücke Familienfreundlichkeit ökonomisch in den Fokus – denn nur, wer in Zukunft den Ruf genieße, ein gutes Betriebsklima aufgrund eben dieser Voraussetzungen zu haben, könne gute Mitarbeiter halten und gewinnen. Ein positives Umfeld könne schließlich in einer Zeit, in der sich 70 Prozent der Arbeitnehmer inzwischen überfordert fühlten, auch für eine Gesunderhaltung der Beschäftigten sorgen. 2014 würden die Firmen schon merken, wie schwierig es werde, Auszubildende zu bekommen, prognostizierte Karl Schiewerling (MdB) bald spürbare Auswirkungen des demografischen Wandels.

Potenzial in den Köpfen der Frauen

 „Unsere Gesellschaft ändert sich schleichend“, so Liz Mohn, Stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Jeder dritte Ehe werde inzwischen geschieden, es gebe immer mehr Alleinerziehende – da passten ehemalige Vorstellungen vom Alleinverdiener in einer Familie mit zwei oder drei Kindern schon lange nicht mehr zur Realität. Das Bild der berufstätigen Frau als gleichberechtigt in der Partnerschaft müsse selbstverständlich werden. Das Potenzial, das in den Köpfen der Frauen stecke, dürfe nicht brachliegen, so die Mutter von drei Kindern. Das Siegel für Familienfreundlichkeit zeichne Firmen aus, die entsprechende Möglichkeiten böten – dieses Prädikat gelte es, über das Münsterland hinaus in ganz Deutschland einzuführen, plant die Bertelsmann-Stiftung nun die überregionale Vermarktung.

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