550 Gäste beim Sommerfest des Kreises
Bild: Kraneburg
Spitzzüngig und scharfsinnig: Der Kabarettist Thomas Philipzen (l.) erörterte in launiger Form aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen – von moderner Pädagogik mit Kindervollversorgung bis zum schwierigen Prozess, aus zwei Kreisen einen zu machen: „Schlimmer als die Wiedervereinigung.“
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 Eingeladen zur Feier auf Haus Nottbeck in Stromberg waren engagierte Menschen, „die in den vergangenen vier Jahrzehnten in vielfältiger Weise mitgeholfen haben, unseren Kreis weiterzuentwickeln und zu dem zu machen, was er heute ist: nämlich lebens- und liebenswert“, freute sich Landrat Dr. Olaf Gericke, rund 550 Gäste begrüßen zu können. Einige von ihnen hatten schon die Zeit der kommunalen Neuordnung mitgeprägt, als aus den Altkreisen Beckum und Warendorf 1975 der Großkreis Warendorf entstand.

Landtag legt Sitz der Kreisverwaltung fest

Den Sitz der Kreisverwaltung musste damals der Landtag festlegen, da sich Warendorf und Beckum nicht einigen konnten, erinnerte Dr. Gericke an die Anfänge. Vier Jahrzehnte später könne man nun auf viele gut bewältigte politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen zurückblicken: vom Bau des Kreishauses an der Waldenburger Straße in Warendorf, dem Natur- und Umweltschutz, der immer mehr ins Bewusstsein kam, dem Hinzukommen neuer Parteien, der Wiedervereinigung mit neuen Verbindungen Richtung Osten und schließlich den neuen Aufgaben, die sich durch den demografischen Wandel ergeben haben. Dazu passte auch die Einladung all der Helfer, die Anfang des Jahres in Windeseile eine Notunterkunft in Beelen aus dem Boden gestampft haben, um dort in einem Zeitraum von vier Wochen mehr als 230 Flüchtlinge aufzunehmen. Und wie gut das mit der Eingliederung gelingen kann, darauf verwies bei seinem Auftritt der Kabarettist Thomas Philipzen. Die Fußball-Nationalmannschaft sei das beste Beispiel: Boateng aus Ghana, Özil aus der Türkei, Khedira aus Tunesien – sie alle hätten es geschafft, den Bayern Schweinsteiger bestens zu integrieren.

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