56 Jugendliche ohne jeglichen Abschluss
Eng zusammenhängen „Schulmüdigkeit“ und das Nichterreichen eines aussagekräftigen Schulabschlusses. Mit dem Projekt „Präventive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an Schulen“ wird von Kreisjugendamt und SKM gegengesteuert.

Das geht aus den jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts hervor. Dabei wird noch differenziert zwischen Abgängern, die nicht einmal einen Hauptschulabschluss haben und denjenigen, die nach ihrer Schulzeit völlig mit leeren Händen dastehen. Anteilsmäßig ist die Zahl der Schüler ohne Hauptschulabschluss im Kreis mit 3,6 Prozent gleich geblieben, absolut sogar von 130 auf 123 gesunken. Während in dieser Gruppe die Jungen gegenüber den Mädchen deutlich überwiegen, nähern sich die Zahlen bei den Jugendlichen ohne Abschluss beinahe an: 25 Mädchen zu 31 Jungen. Auch kommunale Unterschiede sind festzustellen: Wie schon im Vorjahr verließ kein Beelener die Schule ohne mindestens einen zählbaren Hauptschulabschluss. Gleiches galt auch für die Sendenhorster. Positive Entwicklung: Hatte Ahlen in 2010 noch 24 Jugendliche komplett ohne Abschluss zu beklagen, so waren es im Vorjahr nur neun – auch die Zahl der Abgänger ohne Hauptschulabschluss sank in der Stadt von 42 auf 26, was einer Quote an der Gesamtheit der Schulabgänger von 3,7 Prozent entspricht.

Ennigerloh fällt aus dem Rahmen

Völlig aus dem Rahmen ist im vergangenen Jahr Ennigerloh gefallen. Gleich 15 Jugendliche in dieser Stadt konnten gar keinen Abschluss vorweisen (im Jahr zuvor war es lediglich einer) – 18 Heranwachsende ohne des Erreichens zumindest des Hauptschulabschlusses entspricht der überproportional hohen Quote von 10,1 Prozent der Schulabgänger in dem Ort. Wie schon im Vorjahr hat die Stadt Oelde eine relativ hohe Zahl von zwölf Schülern ohne jegliches Schulergebnis zu verzeichnen. Die Vorjahresquote von 5,8 Prozent von Schülern ohne Hauptschulabschluss blieb unverändert. In diesem Bereich bewegt sich auch die Stadt Beckum (5,7 Prozent). In allen anderen Orten des Kreises waren es maximal ein oder zwei Heranwachsende ohne irgendeinen Abschluss.

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