Abtei-Museum kann mit Zuschuss rechnen
20 000 Euro werden dem Abtei-Museum in Liesborn im kommenden Jahr zum Ankauf von Kunstgegenständen zur Verfügung stehen. Das Museum wird vom Kreis Warendorf unterhalten.

In diesem Zug wurde im Kreisausschuss der Antrag, die 20 000 Euro für den Erwerb von Kunstgegenständen ersatzlos zu streichen, von den Sozialdemokraten wieder zurückgezogen. Erst gar keinen Antrag in diese Richtung hatte die FDP gestellt (irrtümlich von unserer Zeitung zuvor berichtet). Markus Diekhoff: „FDP-Vorstöße in diese Richtung sind in der Vergangenheit stets abgelehnt worden – wir haben daraus gelernt.“ Deshalb wundere ihn jetzt die Initiative von anderer Seite. Diekhoff: „Wir haben ein Museum – und sehen keinen Anlass, es unattraktiver zu machen, um einen Mikroerfolg zu erzielen.“ Sinn mache es eher, sich insgesamt über die Museumslandschaft und entsprechende Finanzkonzepte zu unterhalten.

Ein Techniker für zwei Museen

Kreisdirektor Dr. Heinz Börger betonte, dass man die laufenden Ausgaben sehr wohl im Blick habe. So sei jetzt ein Museumstechniker gleichsam für die Abtei Liesborn und Religio (Telgte) zuständig – eine Aufgabe, die zuvor von zwei Mitarbeitern geleistet worden war. Dr. Börger: „Die Museumsleiter sind darüber nicht begeistert.“ Für weitergehende Sparmaßnahmen beim Abteimuseum trat dagegen die FWG ein, mit dem Vorschlag, die vorgesehenen Haushaltsmittel zu strecken. Dorothea Nienkemper: „Kultur ist wichtig, aber es kann nicht so weitergehen.“ So solle man eventuell auch über die Übertragung in Privatbesitz nachdenken. Auch die CDU, das gab Fraktionsvorsitzender Guido Gutsche zu, hätten im Vorfeld über Einsparungen in diesem Bereich diskutiert, bis sie von dem konkreten Vorhaben des Abteimuseums erfahren hätten. Grundsätzlich sei der FWG-Vorschlag, Haushaltsmittel zu übertragen, es wert, diskutiert zu werden – allerdings nicht für den laufenden Kreishaushalt. Es sei für den Kulturbereich aktuell sehr viel Geld von Sponsoren eingeworben worden, wies Landrat Dr. Olaf Gericke darauf hin, dass man sich intensiv Gedanken über den Erhalt der Museumslandschaft mache. Auch die Einrichtung der Sparkassen-Stiftung mit einer Ausstattung von 50 Millionen Euro habe etwas damit zu tun. Der FWG-Antrag wurde abgelehnt.

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