Ahlen Zentrum der Einbürgerungen
Die Zahl der Einbürgerungen hat sich im Kreis Warendorf in den vergangenen Jahren wieder stabilisiert.

Mit weitem Abstand folgt Warendorf – dort waren es 58. Zu früheren Zeiten zählte man auch in Beckum viele neue deutsche Staatsbürger, oftmals mehr als 80 pro Jahr – 2011 waren es aber nur noch 20, ebenso viele wie in Telgte. In Oelde entschlossen sich 31 ausländische Bürger, Deutsche zu werden. In Ostbevern waren es immerhin noch elf, in Ennigerloh zehn. In allen anderen Kommunen blieb die Zahl der Einbürgerungen einstellig. Die jetzt veröffentlichte Statistik des Landesamtes beginnt mit dem Startpunkt einer neuen Zeitrechnung für das Einbürgerungsrecht. Seit 2000 gilt im Staatsangehörigkeitsgesetz das Geburtsprinzip statt des Abstammungsprinzips als Optionsmodell für in Deutschland geborene Kinder. In 2000 setzte auch sogleich ein wahrer Run auf die Einbürgerungsstellen ein. Damals verzeichnete man im Kreis 1031 dieser Vorgänge. Die Welle ebbte in den Folgejahren erheblich ab und erreichte die Talsohle 2009 mit 240 Einbürgerungen. Mit 333 Menschen aus 59 Nationen entschlossen sich zu diesem Schritt aber im vergangenen Jahr zwar wieder 2,1 Prozent weniger als noch 2010, doch ist im Landestrend insgesamt eine Zunahme zu verzeichnen. Dabei sind es besonders viele jüngere Menschen, die die Staatsbürgerschaft wechseln. 75 Prozent von ihnen sind im Landesdurchschnitt unter 40 Jahren.

Größte Gruppe stammt aus der Türkei

Rund 18 500 Bürger der 278.000 Menschen im Kreisgebiet hatten im vergangenen Jahr ausländische Staatsangehörigkeiten. Die größte Gruppe unter ihnen, rund 40 Prozent, stammt aus der Türkei. Aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens stammen 13 Prozent, rund 2400 Personen. 1153 Italiener leben im Kreis, 1290 Polen und 592 Griechen. Insgesamt hat die Zahl der Ausländer von 2010 auf 2011 im Kreis leicht zugenommen, wobei sich insbesondere mehr Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus Polen in der heimischen Region angesiedelt haben. Die Anzahl der Personen mit türkischen Pass sank in nur einem Jahr um fast 300 Personen auf 7165.

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