Alte Porträts zum Vorbild nehmen
In der Atmosphäre des Museums sollen Unternehmerinnen durch eine neue Bildungsinitiative Schlüsselkompetenzen trainieren und neue Wege beschreiten. Das Projekt stellten (v. l.) Christina Paschert-Engelke (VHS Beckum-Wadersloh), Dr. Jutta Desel (Museum Abtei Liesborn) und Marithres van Bürk-Opahle (Frau & Beruf) vor dem Porträt der Sybilla Tirbutina (Theobald von Oer, 19. Jahrhundert).

Getragen wird die Initiative  von der Volkshochschule Beckum-Wadersloh, dem Verein Frau & Beruf sowie dem Museum Abtei Liesborn. Von Mai bis November finden vier Angebote für Unternehmerinnen im Museums statt. Schlüsselkompetenzen wie Selbstmotivation und -präsentation, Kreativität und Beobachtungsgabe stehen für die Teilnehmerinnen dabei im Mittelpunkt. Die Idee sei dem Museumsleiter Bennie Priddy und der Mitarbeiterin Dr. Jutta Desel im Rahmen des Bildungsauftrags der Museen gekommen, hieß es bei der Programmvorstellung. Für Kinder gebe es schon viele Angebote, doch die Erwachsenenbildung sei in Deutschland bisher vernachlässigt worden. Dass in Museen besser gelernt werden könne, sei bereits durch Studien belegt worden, so Dr. Jutta Desel.

Brücke von Kunst zu Schlüsselkompetenzen

Die Kunsthistorikern freut sich darauf, selbst in drei Veranstaltungen ihre Erfahrungen weiterzugeben und dabei vor allem aus den Möglichkeiten der Museumsräume zu schöpfen - mit den vielen Selbstdarstellungen in Form des Portraits. So werde eine Brücke von Kunst zu Schlüsselkompetenzen geschlagen. Marithres von Bürk-Opahle (Frau & Beruf) sieht in dem Vorhaben einen weiteren Anknüpfungspunkt für die in letzter Zeit entstandenen Unternehmensnetzwerke. Die Leiterin der VHS Beckum-Wadersloh, Christa Paschert-Engelke, sieht die Chance für das Projekt in der positiven Lernatmosphäre im Museum. Das Angebot will die VHS, bei entsprechender Resonanz, demnächst auch für männliche Unternehmer ausweiten. In der Seminarleitung wirkt auch Irma Bonekamp aus Ennigerloh mit.

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