Amerikanische Fliegerbombe entschärft
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Am Ahlener Güterbahnhof ist am Freitagnachmittag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. In einem Radius 300 Meter rund um die Fundstelle wurde eine Evakuierung angeordnet.

Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Zuvor war um die Fundstelle ein Evakuierungsradius von 300 Metern festgelegt worden. Laut Silke Fischer, Sachgebietsleiterin Ordnungsamt, war die Bombe zur Mittagszeit auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entdeckt worden. Bauarbeiter seien bei Kanalarbeiten in gut 80 Zentimetern Tiefe auf die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen, sagte sie.

Die eigentliche Entschärfung der 250-Kilo-Fliegerbombe auf der Baustelle des Baubetriebshofes an der Daimlerstraße dauerfte am Freitag nur wenige Minuten.
Gegen 15.15 Uhr seien bereits zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes auf der Baustelle eingetroffen, so Fischer. Mit Spitzhacke und Spaten sei die 250 Kilogramm schwere Bombe zunächst richtig freigelegt und am Haken eines Baggers aus dem Erdreich gezogen worden.

Nach Absprache mit den Bombenexperten sei klar gewesen, dass vor der Entschärfung der Fliegerbombe eine Teilevakuierung notwendig sei, um die Anwohner zu schützen. „Wir haben einen 300-Meter-Radius festgelegt“, so die Sachgebietsleiterin.

Konkret betroffen waren Teilbereiche der Daimlerstraße, des Ostbergs, der Bergstraße, des Siemenswegs, der Selma-Englisch-Straße, des Borsigwegs, der Jägerstraße und der Gottfriedstraße. Zur Durchführung der Evakuierungsmaßnahme wurden neun Teams gebildet, bestehend aus Mitarbeitern des Ordnungsamtes und Kräften der Ahlener Feuerwehr.

„Ab 18.45 Uhr sind die Kräfte von Haus zu Haus gegangen“, erklärte Fischer. Alle hätten sofort das Gebäude verlassen müssen. „Da gab es keine Ausnahme“, unterstrich sie. „Unsere Leute haben gewartet, bis wirklich alle Bewohner das Haus verlassen hatten.“ Als Sammelstelle für Evakuierte habe die Paul-Gerhardt-Schule (ehemalige Johanna-Rose-Schule) an der Harkortstraße zur Verfügung gestanden.

Die Regie an der Sammelstelle übernahm das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Ahlen. Verpflegung wurde bereitgestellt sowie Tische, Bänke und Liegen aufgestellt. Gegen 20.06

Mitarbeiter des Ahlener Ordnungsamts und Kräfte der Feuerwehr besprachen vor Ort die Evakuierungsmaßnahme.
Uhr hatten sich dort bereits mehr als 50 Anwohner eingefunden.

Gegen 21 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen. Minuten später begannen die Bombenentschärfer mit ihrer Arbeit und waren schnell erfolgreich.

Beeinträchtigt wurde auch der Bahnverkehr der viel befahrenen ICE-Strecke von Hamm nach Bielefeld. Der Kontakt zur Bahn sei sofort hergestellt worden, so Fischer. Mit Beginn der Entschärfung sei die Strecke kurzfristig komplett gesperrt worden.

 

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 15. September.

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