Amt des Heimatpflegers ist Geschichte
Der Vorstand des Kreisheimatvereins ist wieder komplett: (v. l.) Josef Krause (Kassenprüfer), Dr. Hermann Mesch (Beirat), Karl-Heinz Elling (Schriftführer), Hubert Kleinschnitker (Kassenprüfer), Maria Hagedorn (Stellvertretende Vorsitzende), Stefan Wittenbrink (Schatzmeister), Rolf Hartmann (Zweiter Stellvertretender Vorsitzender), Alfred Smieszchala (Stellvertretender Schriftführer), Karsten Mensing (Referent/Geschäftsführer der Deula), Ekkehard Schulze Waltrup (Stellvertretender Schatzmeister), Professor Dr. Paul Leidinger (Vorsitzender).

Damit wurde eine weitere Verbindung zur Kreisverwaltung gekappt, der Dr. Leidinger in einer sehr emotional gehaltenen Rede vorwarf, in die „Autonomie des Vereins eingreifen“ zu wollen. Insbesondere sei es dabei um die Verfügung über das „Jahrbuch des Kreises“ gegangen, das traditionell der Kreisheimatverein herausgibt. Er selbst habe Mitte vergangenen Jahres die Schriftleitung wieder übernommen, so Professor Leidinger. Eine Aufgabe, die zuvor der Kreisarchivar wahrgenommen hatte.

„Schlechter Umgangsstil“

Die Kürzung der Aufwandsentschädigung für den Kreisheimatpfleger, sprich: seine Person, durch den Kreistag, sei dann nur ein Aspekt gewesen („Durch zwei Schnellschüsse der CDU-Fraktion“), zeigte sich Leidinger persönlich tief getroffen von den dann folgenden Ereignissen. Statt eines Versuchs, Einvernehmen herzustellen, seien von der Kreisverwaltung „Entgleisungen und Verunglimpfungen“ gekommen, prangerte der Vorsitzende des Kreisheimatvereins schlechten Umgangsstil an: „Es geht nicht, dass man aus der Verwaltung heraus meine Familie als intrigant bezeichnet.“ Dies sei der Gipfel der Auseinandersetzung gewesen. Dr. Leidinger: „Der Kreisheimatpfleger ist kein Freiwild, auf das jedermann einstechen kann.“ Das Ganze habe eine Unkultur angenommen, „der heute ein Ende gesetzt wird“. Formal sei das Amt des Heimatpflegers entstanden, als der Kreis noch zu wenige ehrenamtliche Ansprechpartner für Naturschutz und Heimatpflege gehabt habe hatte, erläuterte Dr. Paul Leidinger. Die benannte Person sei dem Kreistag angezeigt worden, der die Ernennung dann zur Kenntnis genommen habe. „Wir sind als Verein ein demokratisches Gremium, das einen Vorsitzenden wählt – wir müssen nicht das Einvernehmen mit dem Kreis herstellen“, forderte Professor Leidinger die Mitglieder auf, einer Satzungsänderung zuzustimmen, durch die das Amt des Kreisheimatpflegers abgeschafft wird, da dessen Aufgaben inzwischen von anderen wahrgenommen würden. Der Beschluss war einstimmig.

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