Arbeitsplätze oft nicht vor der Haustür
In den meisten Orten des Kreises pendeln mehr Arbeitnehmer aus als ein. Einzige Ausnahme bildet die Stadt Beckum. Dort kommen 10 811 Menschen von außerhalb zur Arbeit, aber nur 9586 Personen pendeln zur Arbeit in andere Orte.

Das geht aus der gestern veröffentlichten Pendlerstatistik des Landesamtes (IT.NRW) hervor. Zugrunde gelegt worden sind Zahlen aus dem Jahr 2018. Den Arbeitsplatz direkt am Wohnort hat im Kreis Warendorf demnach nur eine Minderheit. Lediglich in Beckum arbeitet mehr als die Hälfte der Menschen direkt vor Ort. Das entspricht einer guten Quote, zeigt diese Statistik doch auch an, in welchen Städten und Gemeinden es ausreichend passende Arbeitsplätze gibt, was lange Wege und viel Verkehr vermeidet.

Beckum auf Rang 345

Von den 396 Kommunen schafft es Beckum mit einer Auspendlerquote auf den guten Rang 345, während Drensteinfurt mit der hohen Anzahl von Auspendlern (77,3 Prozent) sich auf dem niedrigen Rang 33 wiederfindet. Noch gut schneiden auch die Stadt Ahlen mit einer Auspendlerquote von 51,6 Prozent und Warendorf mit 53,5 Prozent ab. Oelde weist eine Quote von 55,9 Prozent auf. Das bedeutet im Ranking Platz 303. Alle anderen Kommunen im Kreis Warendorf weisen wesentliche höhere Auspendlerquoten auf, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es im Ort an adäquaten Arbeitsmöglichkeiten fehlt. Die Quoten lagen 2018 in Sendenhorst bei 61,8 Prozent, in Sassenberg und Telgte bei 64,6 Prozent, in Ostbevern bei 65,6 Prozent, in Wadersloh bei 68,2 Prozent, Ennigerloh 68,3, Everswinkel 69,7 und Beelen bei 70 Prozent.

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