Auf dem Weg zur Schuldenfreiheit
Auf dem Weg zum schuldenfreien Kreis: Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) und Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke haben ein Entschuldungspaket geschnürt.

Statt wie geplant 2030 wird das deutlich früher gelingen. Durch unsere nachhaltige Entschuldungspolitik entlasten wir zukünftige Generationen“, erklärten Landrat Dr. Olaf Gericke und Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke. Die Verbindlichkeiten für Kredite aus Investitionen beliefen sich Ende 2019 auf etwa 12,7 Millionen Euro. Der Haushaltsplan sah für dieses Jahr ursprünglich einen Schuldenabbau von nur etwa 2,4 Millionen Euro vor. Mit dem jetzigen Vorstoß des Landrats und des Kämmerers soll der Schuldenstand im Vergleich zu 2019 um mehr als die Hälfte auf dann nur noch rund sechs Millionen (zum 31. Dezember 2020) reduziert werden.

Zinsaufwendungen sparen

So können zukünftig durch den zusätzlichen Schuldenabbau auch langfristig Zinsaufwendungen eingespart werden. Auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden, die erfreulicherweise selbst Schulden abgebaut haben, profitieren von dem geplanten Schritt des Kreises. Aufgrund der guten Liquiditätslage des Kreises und der Tatsache, dass für Guthaben „Strafzinsen“ (sogenannte Verwahrentgelte) fällig werden, hat die Verwaltung das Thema bereits vor gut einem Jahr aufgegriffen. CDU, FDP und FWG im Kreistag haben im Rahmen der vergangenen Haushaltsplanberatungen Anträge zu erhöhter Schuldentilgung gestellt.

Sämtliche Banken informiert

Die Verwaltung hat zwischenzeitlich sämtliche Banken um die Mitteilung der Konditionen zur vorzeitigen Tilgungsmöglichkeit von laufenden Investitionskrediten gebeten. Das Ergebnis: Zwölf Darlehen werden vorzeitig in voller Höhe getilgt. Es verbleiben dem Kreis lediglich vier Kredite, die in den folgenden Jahren getilgt werden. Der eingesparte Zinsaufwand gleicht die Vorfälligkeitsentschädigung für eine vorzeitige Tilgung nahezu aus.

Sondertilgungen

Die Sondertilgungen sind vor allem deshalb wirtschaftlich, weil für überschüssige Liquidität auf absehbare Zeit Verwahrentgelte („Strafzinsen“) zu entrichten sind. Das Entschuldungspaket legt die Verwaltung dem Finanzausschuss am Freitag, 6. März, zur Entscheidung vor.

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