Ausbildung als Alternative zum Studium
Bild: D. Reimann
Neun zusätzliche Ausbildungsplätze für Abiturienten hat die Technotrans AG im Rahmen der IHK Nord Westfalen-Initiative „Doppelt stark“ eingerichtet. Zwei davon gehen an die (v. l.) Abiturienten Marius Hanewinkel und Luisa Schierloh. Darüber freuen sich Finanzvorstand der Technotrans AG, Dirk Engel, Dorothe Hünting-Boll, IHK-Regionalbeauftragte, sowie Personalleiter Timo Sterzl und Personalreferentin Tina Wegmeth.
Bild: D. Reimann

Am Freitag wurden in Sassenberg Gespräche mit der IHK Nord Westfalen geführt, die sich im Rahmen der Initiative „Doppelt stark“ für zusätzliche Ausbildungsplätze einsetzt. Zehn Prozent der Belegschaft würden bei Technotrans durch Auszubildende gestellt, hieß es. Waren es 2012 13 junge Leute, die ihre Ausbildung in vielen verschiedenen Bereichen bei Technotrans begonnen haben, werden es in diesmal 23 sein. Dazu zählen auch die Abiturienten Luisa Schierloh und Marius Hanewinkel. Während die Warendorferin Luisa Schierloh den Beruf der Industriekauffrau erlernt, hat sich der Freckenhorster Marius Hanewinkel für technisches Produktdesign entschieden. „Ich möchte produktiv arbeiten und Technotrans bietet viele Weiterbildungsmöglichkeiten“, erklärt Hanewinkel, warum er zunächst nicht die Aufnahme eines Studiums gewählt hat. „Abiturienten müssen nicht studieren, um Karriere zu machen“, begrüßt die stellvertretende IHK-Geschäftsführerin Dorothe Hünting-Boll diese Entscheidung. „Es gibt allein 150 IHK-Ausbildungsberufe, von denen die allermeisten auch für Abiturienten ein stabiles Fundament und hervorragende Perspektiven für ein erfolgreiches Berufsleben bieten – mit oder ohne anschließendes Studium.“ Zudem würden Betriebe in der Region verstärkt Fachkräfte aus der beruflichen Aus- und Weiterbildung suchen. Bestes Beispiel dafür ist auch Technotrans-Mitarbeiterin Tina Wegmeth. Die 24-Jährige, die heute Personalreferentin der AG ist, hatte eine kaufmännische Ausbildung absolviert, bevor sie sich im Bereich Personalwesen weiter qualifiziert hat.

Es werden auch Hände gebraucht

„Nicht nur Köpfe, auch Hände werden gebraucht“, sagte Engel mit Blick auf den technischen Bereich. Man habe man viel unternommen, um auch für Real- und Hauptschüler interessant zu sein. Während bereits 22 der zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze besetzt sind, ist derzeit noch eine Stelle zum Fachlagerist offen. Timo Sterzl, Technotrans-Personalleiter, freut sich über viele Interessierte. 325 Bewerbungen, davon allein 100 im Bereich Industriekaufmann/frau seien eingegangen. „So einen hohen Stand hatten wir zum letztmals 2002“, sagt Sterzl, der sich darüber freut, dass „nicht nur Masse, sondern viel Qualität dabei“ war.

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