Bäcker sammeln mit Geschmack ihre Punkte
Die Vielfalt des Brotes präsentierten Dr. Peter Wagner (Kreishandwerkerschaft), Obermeister Hubertus Diepenbrock, Olivia Knorr (Kreishandwerkerschaft) und Ehren-Obermeister Theo Westarp.

Die waren dem Brotprüfer des Deutschen Brotinstituts aus den 23 Innungsbetrieben im Kreis zur Brotprüfung gegeben worden. Eine Beurteilung, die nicht etwa hinter geschlossenen Türen in einem Raum der Kreishandwerkerschaft stattfand, sondern bei strahlendem Sonnenschein in der Nähe des Wochenmarktes in der Kreisstadt. So nutzten zahlreiche Passanten die Gelegenheit, dem Brotprüfer bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen und mit Obermeister Hubertus Diepenbrock oder Ehren-Obermeister Theo Westarp ins Gespräch zu kommen.

Auch Brotproben verteilten die Bäcker während der Brotprüfung. Diese Aufgabe übernahm Olivia Knorr von der Kreishandwerkerschaft. Die Passanten erhielten so einen Eindruck von der Vielfalt des Kulturguts Brot: Kastenweißbrot, Roggenvollkornschrotbrot, Weizenmischbrot mit Saatmischung, Saftkornbrot, Mischbrot und Doppelback waren nur einige der Sorten, die Karl-Ernst Schmalz am Freitag beurteilte.

„Es ist heute nicht das Ziel, das beste Brot im Kreis Warendorf auszuzeichnen“, machte Dr. Peter Wagner deutlich. Der Bereichsleiter „Innungen der Kreishandwerkerschaft“ weiß aber, dass bei der Brotprüfung sehr wohl auch Auszeichnungen vergeben werden. „Wer dreimal in Folge die Bewertung „sehr gut“ erhält, bekommt eine goldene Urkunde“, erklärte er. Für die „Eins“ ist die volle Punktzahl notwendig. Wenn die nicht erreicht wird, gibt Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz den Innungsbäckern Tipps.

„Wir wollen gemeinsam den Qualitätsstandard in den Betrieben halten und verbessern“, sagte der Prüfer. Schließlich soll das heimische Brot auch in Zukunft hervorragend schmecken. Und so ist der Geschmack auch das eine von insgesamt sechs Kriterien, bei dem am meisten Punkte gesammelt werden konnten.

SOCIAL BOOKMARKS